Erinnerungen an die nordische Mythologie in den Volkssagen und Aberglauben Mecklenburgs.

Autor: W. G. Beyer Dr. (1801-1881), Erscheinungsjahr: 1855

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Themenbereiche
Inhaltsverzeichnis
  1. Einführung.
    1. - 1 -
    2. - 2 -
  2. Erforschung der Überreste der Othin- oder Wodan-Sage.
    1. Longobarden, Sachsen, Alfadur, Allvater, Naturgottheit, Gott des Krieges und der Jagd, Beschützer der Künste und Gewerbe.
    2. Sage, Mecklenburg, Volksmundart, Schriftsteller, mecklenburger Aussprache, Landvolk, Prignitz, Lüneburg.
    3. Zeugniß, Rostocker Prediger Nicolaus Gryse (16.Jahrh.) Im Heidendome, Aberglauben, Roggen-Ernte.
    4. Ukermark, Mirow, Wredenhagen, Kuhn, Donnerrer, Erntegebrauch, Wodansopfer, Oldenburgischen.
    5. Hauptfest des Jahres, Nordländer, Winter-Sonnenwende, Festgebräuche, Othin, Gustav Adolph, 1682, Edict, Nicolaus und Martinus, Mummereien.
    6. Kriegsgott, Jagdgott, Drei Könige, Festzeit, Wode, Zwälften, Doppelgänger, Fastelabend, Woor, Goor, Polter-Geist.
    7. Spinnrad, Backwerk, Reuter, Pfeffernüsse, Haspel, Julfest, Honigkuchen, Festverschenkungsbrote, Semmelteig.
    8. naturgeschichte, Heidenthum, Wölfe, Opferspeise, Ernteopfer, Gustav Adolph, Werwolf, Werwolfsage, Malchin.
    9. Huginn und Muninn, Raben, Nachtrabe, Krähenzug, Eulenfüße, Zauberzeichen, Drudenfuß, Todesmahnung.
    10. Wasserschieling, Wodendung, Wuthschierling, Wütherich, Wuthkrankheit, Teufelsbeere, Wolfskirsche.
    11. Sagen, Gebräuche , Fabeln, Götterglauben, Woutan, Thor, Donar.
  3. Die Thor- oder Donar-Sage
    1. Thôrr, Donar, Donnerer, Othin, Edda, Bergriese, Himmelsgewölbe, Sommergott, Blütenkranz, Hertha, Nerthus.
    2. Fruchtbarkeit, Sommerhitze, Mittelalter, Elias, Johannes, Bauernregeln, Donnergott, Ernste-Segen.
    3. - 3 -
    4. - 4 -
    5. - 5 -
    6. - 6 -
    7. - 7 -
    8. - 8 -
    9. - 9 -
    10. - 10 -
    11. - 11 -
    12. - 12 -
    13. - 13 -
    14. - 14 -
    15. - 15 -
Zwei Jahrzehnde sind bereits verflossen, seit der ehrwürdige Altmeister der vaterländischen Alterthumskunde, Jacob Grimm, den unumstößlichen Beweis geführt hat, daß die Herrschaft der aus der Edda bekannten nordischen Götter vor Einführung des Christenthums nicht auf Skandinavien beschränkt war, sondern sich auch über das gesammte germanische Festland erstreckte. Die Art aber, wie dieser Beweis geführt ward, verdient unsere höchste Bewunderung. Von heiliger Liebe zu seinem Volke und Vaterlande getragen, hat der große Mann mit unendlichem Fleiße in alten und neuen Büchern, aber zugleich in den Sagen und Mährchen der Hütten des armen Landvolkes und der Kinderstuben der Reichen geforscht, und jede, auch die leiseste Spur der längst aus dem Leben entflohenen Götter verfolgt, bis es ihm gelang, in das geheimnißvolle Dunkel ihres Heiligthums selbst einzudringen, wo seinem frommen, ahnungsvollen Geiste vergönnt ward, die hehren Gestalten zu schauen, die sich seit Jahrhunderten dem Blicke der Sterblichen entzogen hatten.

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