Geschichte des Sternberger Schulwesens

Autor: K. Schmidt (1846-1915), Erscheinungsjahr: 1892

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Themenbereiche
Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde
Bd. 57 (1892)
Inhaltsverzeichnis
  1. Die vorreformatorische Zeit.
  2. Die Reformation.
  3. Die nachreformatorische Zeit bis zur Aufhebung des Cantorats 1758
    1. Die Oberleitung der Schule.
    2. Die Schulcollegen.
      1. A. Rektoren (seit 1610)
        B. Cantoren
    3. Schullokal, Wohnung und Besoldung.
    4. Das Amt.
    5. Mädchen- und Nebenschulen.
  4. Uebergangszeit 1758-1803.
    1. Die Lehrer.
    2. Wohnung und Besoldung.
    3. Das Amt.
    4. Die Oberleitung des Schulwesens.
  5. Die Zeit der Reorganisation 1803-1850.
    1. Das Reglement von 1803.
    2. Die Lehrer.
    3. Wohnung und Besoldung.
    4. Schulzustände seit 1803.
    5. Die Schulreform 1839-1850.
    6. Die Schulordnung von 1850.
    7. Stellung der Schule zur Kirche, zur Commüne und zum Staate.
  6. Nachtrag.
Im Jahre 1871 erschien die treffliche Schrift von E. Frahm (damals Cantor zu Rehna): „Die Geschichte der Rehnaer Schule von ihrer Gründung im Jahre 1570 etwa bis zum Jahre 1871, auf Grund der bezüglichen Akten dargestellt.“ Es ist dies, soweit mir bekannt, die erste und bis jetzt einzige umfassende Darstellung der Entwicklung einer kleinstädtischen Schule in unserm Vaterlande. Ich meine, es wäre dringend zu wünschen, daß auch aus andern Städten, soweit es die vorhandenen Quellen gestatten, weitere Darstellungen nachfolgten, und glaube annehmen zu dürfen, daß die Geschichte des Sternberger Schulwesens, welche ich in Nachstehendem darzustellen versuche, als Beitrag zur Geschichte des mecklenburgischen Schulwesens nicht unwillkommen sein wird. Wenn die Schrift von Frahm überwiegend den Eindruck hinterläßt, wie doch die Schulzustände in einer kleinen Stadt bis in die neuere Zeit so überaus kümmerlich und unbefriedigend gewesen sind, so dürfte die nachfolgende Darstellung zeigen, daß eine Verallgemeinerung solches Urteils doch nicht durchweg berechtigt sein würde, sondern daß es auch kleinere Städte giebt, in denen das Schulwesen, zum mindesten im 17. Jahrhundert, zu achtungswerther Blüthe gediehen ist.

Zur Grundlage dienten mir auch hierfür, wie für die im Jahrbuche von 1890 veröffentlichte Geschichte der Sternberger Hospitalien, die handschriftlich hinterlassenen Aufzeichnungen von David Franck, welche bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts reichen. Doch habe ich die von Franck nur theilweise benutzten Akten des Geheimen und Haupt-Archivs noch einmal vollständig durchforscht und dabei wesentliche Ergänzungen und Berichtigungen, namentlich für die ältere Zeit, gefunden. Die wenigen vorhandenen Nachrichten aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts sind meistens schon von Lisch in seiner „älteren Geschichte der Stadt Sternberg“ (Jahrb. Bd. XII, 1847) veröffentlicht. Die neuere Geschichte, wie auch manches aus der älteren, ist aus den Akten des hiesigen Pfarr-Archivs, des hiesigen Raths-Archivs, des Güstrower Superintendentur-Archivs, der Registratur des hohen Unterrichts-Ministeriums und der Registratur des hohen Oberkirchenrathes geschöpft. Ich kann nicht unterlassen, für das Seitens der Behörden und Vorstände bewiesene freundliche Entgegenkommen auch an dieser Stelle ergebensten Dank zu sagen.

Den Abschluß meiner Darstellung mache ich mit der Schulordnung von 1850, welche zur Zeit noch die Grundlage bildet, auf der das hiesige Schulwesen beruht.

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