Der Feldzug des Marschalls Davoust in Mecklenburg, im August 1813

In Hinsicht der strategischen Gesichtspunkte dargestellt
Autor: Brasch, Friedrich (?) Rektor a. D. zu Schwerin., Erscheinungsjahr: 1862

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Themenbereiche
Enthaltene Themen: Feldzug in Mecklenburg, Befreiungskriege 1813-1815, Wallmoden, Davoust,
Einführung

In der Schrift „Das Grab bei Wöbbelin oder Theodor Körner und die Lützower“ habe ich verschiedene Vorfälle aus dem Kriege an der Niederelbe erwähnen und an mehren Stellen Meinungen über das strategische Verhalten der beiderseitigen Feldherrn äußern müssen, ohne dass der Zweck und Plan jenes Buches eine weitere Ausführung und Begründung zugelassen hätte. Die erlaube ich mir nun im Gegenwärtigen in Betreff eines einzelnen, nämlich desjenigen Abschnittes dieses Krieges zu geben, wo die Dinge hier an der Niederelbe und auf mecklenburgischem Schauplatze den engsten Zusammenhang mit den Kombinationen für jene großen Operationen hatten, welche die eigentlichen Resultate herbeiführten, und wo ihr Verlauf notwendig auf das Ganze einen erheblichen Einfluss haben musste, nachteilig unter der einen möglichen Voraussetzung, günstig in dem glücklicherweise als wirklich eingetretenen Falle.

Diese Partie ließ sich selbständig in sich abschließen. Sie ist von einem nicht geringen Interesse für solche Geschichtsfreunde, denen es um das Verständnis der Begebenheiten zu tun ist, um Einsicht in die ursachliche Verknüpfung derselben und in die Motive ihrer Leiter. Auch verdiente der Gegenstand um so mehr den erneuerten Versuch einer Bearbeitung, da diese innere Seite, das Wesen des Geschehenen selbst dem wissenschaftlichen Publikum wenig bekannt zu sein scheint, indem sogar Schriftsteller von Verdienst den Krieg an der Niederelbe nicht genug in seiner faktischen Beziehung als Teil des großen Krieges von 1813 aufgefasst haben, während andere ihn gar als etwas Nebensächliches beschrieben, ohne die, gerade für die Abfassung eines leichten Überblickes unerlässliche, gründlichere Kenntnis an ihre Aufgabe gingen, oder ihre Darstellung unter dem Einflüsse vorgefasster Meinungen gestalteten, die sie gegen den einen oder andern der Männer mitbrachten, an deren Namen sich diese Ereignisse knüpfen.

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