Abschnitt 5

1591-94

Jacob Wien, Trompeter, ist Pfingsten 1591 angekommen und noch Ostern 1594 in der Besoldungsliste geführt. Dann ist er wohl in Bützow als Trompeter stationiert gewesen, denn 1596 heißt es: „Jacob Wien aus Bützow, so mit aufgewartet, 1 Gulden 9 Schillinge“, und 1601: „Trommeter Jacob Wien von Bützow, der in Anwesenheit der Königin 14 Tage mit auswarten helfen, 4 Gulden 3 Schillinge.“
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1591-97

Thomas, Organist, in den Besoldungslisten von 1591 bis 97 geführt. 1611 erhielt er 1 Gulden-9 Schillinge.

1593-96

Heinrich, Lautenist von 1593 bis 96.

1594-95

Matthias Möller, Instrumentalist. Seine Bestallung lautet: „Bestallung des Matthias Möller von Magdeburg vor unsern Instrumentisten und Kunstpfeiffer, neben vieren seinen Gesellen mit allerlei musikalischen Instrumenten, darauf sie gelernet oder noch ferner lernen können, jederzeit aufzuwarten und sich mit allerhand schönen und lieblichen Stücken hören und gebrauchen zu lassen. 100 Gulden Besoldung, daneben auf fünf Personen gewöhnliche Hofkleidung und freien Tisch. Güstrow, in den heiligen Osterfeiertagen 1594.“ Ostern 1595 erhielt er eine neue Bestallung mit 150 Gulden Besoldung, und am 30. November wurde er abgedankt.

1594-96

Jacob Lindow, Trompeter, der Johannis 1594 angenommen wurde und im Februar 1596 starb.

1594-95 und 1600-02

Heinrich Koke, Trompeter. Er wurde Martini 1594 angenommen, Weihnachten 1595 entlassen, 1600 wieder eingestellt und ist noch 1602 in den Besoldungslisten geführt.

1595-1602

Hans Heinrich Schwalm, Trompeter, wurde Weihnachten 1595 angenommen und ist bis 1602 in den Besoldungslisten geführt.

1597

Emanuel Fleischower (Fleischhauer), Organist, ist Ostern 1597 eingetreten und hat auf 1 Jahr 20 Gulden Besoldung bekommen.

1599

Gabriel Wulff, Paukenschläger.

1601-09

Jobst Bolemeyer, Trompeter, wurde Ostern 1601 eingestellt, erhielt 1609 für eine Reise nach Schweden 41 Gulden 6 Schillinge und Ostern 1609 nebst seinen Lehrjungen 36 Gulden 16 Schillinge Kostgeld.

Prüft man die einzelnen Jahrgänge auf die Anzahl der bisher verzeichneten Personen nach, so ergibt sich, daß die wenigen, längere Zeit am Hofe beschäftigten Musikanten neben dem ständigen Organisten und einigen Trompetern wohl kaum ausreichen konnten, den Musikbedarf zu decken. Es ist daher ganz selbstverständlich, daß auswärtige Kräfte hinzugezogen wurden.

So mußten im Oktober 1557 der Wismarsche Spielmann und der Lübecker Organist und Spielmann David Ebel zur Kindtaufe (Prinzeß Sophie, geb. 4. September, spätere Königin von Dänemark) aufwarten.

Dieses Kapitel ist Teil des Buches Geschichte der Güstrower Hofkapelle