Bilder von Rügen und Rügens Sagen

Autor: Kübler, Ludwig (?-?) Heimatschriftsteller, Erscheinungsjahr: 1868

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Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Sagen und Märchen, Stralsund, Rügen, Putbus, Vilmnitz, Thiessow, Mönchgut, Granitz, Binz, Schmachter See, Hagenschen Berge, Schanzenberg, Prora, Lenzberg, Saßnitz, Wissower Klinken, Brismitzer Bach, Jasmunder Bodden, Fahrenberg, Brismitzer Bach, Kolliker, Stubbenkammer, Stubbnitz, Herthasee, Königstuhl, Quoltitz, Sagard, Bobbin, Schabe, Arkona, Ralswieck, Pulitz, Rugard, Schoritz, Altenkirchen, Stubbenkammer, Hochhilgord, Nordpeerd, Vilm, Hiddensöe, Hünengräber, Rakswiek, Karenza, Goore, Banzelwitzer Berge, Ralow, Prora, Zickerschen, Woorke, Strüssendorf, Wendenfridhof, Krakor, Hoch-Seelow, Kieler-Ufer, Granitz, Ostsee, Ostseeküste, Ostseestrand, weiße Frau in der Herthaburg, Nonnensee, Klabatermann, Kalfatermann, Dänholm, Longobarden, Insel Oie, Wassermann,
Allen Verehrern der Naturschönheit Rügens gewidmet vom Verfasser
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Inhaltsverzeichnis
  1. Rügen
  2. Putbus
  3. Vilmnitz*)
Vor der Veröffentlichung seines Gedichtbandes „Bilder von Rügen und Rügens Sagen“ bat der Autor Ludwig Kübler den renommierten Philologen und Altertumsforscher August Böckh (1785-1867) um seine Meinung. Professor August Böck schrieb dazu:

„Ihre Poesie ist vorzugsweise beschreibend. Indessen haben Sie mit der Beschreibung Gemüt und Reflexion verbunden, welche sie veredeln und heben, und diese Partien haben mich besonders angesprochen. Die Sprache ist überall edel. Wie ich glaube, haben Sie Ihre Zeit nicht verloren, die Sie auf das Werk verwandt haben. Ich bin mit dankbarer Anerkennung des Genusses, den ich Ihnen verdanke...“ Leider erlebte Böckh das Erscheinen dieses Werkes nicht, er starb 1867 als einer der gefeiertsten Gelehrten seiner Zeit.

Biographische Einzelheiten sowie die Lebensdaten zu Ludwig Kübler sind nicht bekannt. Seine „Bilder von Rügen und Rügens Sagen“ veröffentlichte er im Jahre 1868 in Stralsund im Kommissionsverlag von C. Hingst Nachfolger. A. Dühr.

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                                        Vorwort.

Die nachfolgenden „Bilder von Rügen" sind die Frucht vielfacher Fußtouren durch die liebliche Insel. Zur Herausgabe dieser Gedichte bin ich durch die Billigung derselben von mehreren Kunstverständigen veranlasst worden, unter denen ich namentlich den trotz seines hohen Alters für die Wissenschaft viel zu früh verstorbenen Professor an der Berliner Universität, Herrn Geheimrat Böckh, anführe, welcher sich in einem Schreiben darüber folgendermaßen ausdrückt:

„Ihre Poesie ist vorzugsweise beschreibend. Indessen haben Sie mit der Beschreibung Gemüt und Reflexion verbunden, welche sie veredeln und heben, und diese Partien haben mich besonders angesprochen. Die Sprache ist überall edel. Wie ich glaube, haben Sie Ihre Zeit nicht verloren, die Sie aus das Werk verwandt haben. Ich bin mit dankbarer Anerkennung des Genusses, den ich Ihnen verdanke" etc.

Der geneigte Leser mag diese Gedichte als nichts Anderes, als die Ergüsse eines von den Naturschönheiten Rügens begeisterten Herzens betrachten. Wenn sie auch in ihm wieder freundliche Erinnerungen wachrufen, oder ihm liebgewonnene Bilder des schönen Eilandes vor seine Seele führen sollten, dann bin ich vollkommen belohnt für die darauf verwandte Mühe.
        Stralsund, im Februar 1868.
                                Der Verfasser.


                              Zueignung.

Ich stand im Frühling einst beim Morgengrauen
Erwartungsvoll aus waldumkränzter Höh',
Um weit hinein ins grüne Land zu schauen.
Da sah ich's weiß, wie frischer Blütenschnee
Die Auen deckt, wenn Lenzesblumen tauen,
Sich langsam heben über Tal und See,
Und bald daraus im wirren Nebelwogen
War mir die wohlbekannte Flur entzogen.

Doch plötzlich sah ich's blühn wie zarte Rosen,
Im Osten hob die Sonne sich empor;
Schon fühlt' ich still entzückt das sanfte Kosen
Des warmen Strahles durch den Nebelflor;
Und nun begann vor mir ein lust'ges Tosen,
Ein fernes Klingen drang zu meinem Ohr,
Schon fingen an die Berge sich zu lichten,
Zu Wolken sich die Nebel zu verdichten.

Und heller ward's, schon tauchten ferne Höhen
Und hohe Wipfel aus im ros'gen Duft,
Allmählich ließ sich Feld und Wiese sehen.
Die Klippe glühte, glänzend war die Kluft.
Durch alle Zweige drang ein frisches Wehen,
In sanfter Klarheit floss die blaue Luft,
Nur hier und da, wie wallende Gewänder,
Umwogten Nebel noch des Tales Ränder.

Nun lag vor mir in Licht und holdem Prangen
Die Erde ausgebreitet wundermild.
Von sanfter Glut und blauem Duft umfangen
Sah ich des Hains, der fernen Berge Bild.
Die Schatten zogen, Menschenstimmen sangen
Mit frohen Tönen über das Gefild.
Ein reiches Leben hört' ich rings erklingen,
Sich jubelnd aus dem Tal zum Himmel schwingen.

Und in mir fühlt' ich tiefer Sehnsucht Glühen,
Es hob sich mir die Brust, die Seele schwoll,
Beflügelt über alle Höhn zu ziehen,
Zum Palmentale, mild und segenvoll
Mit Licht erfüllt, wo Blumen ewig blühen,
Wo nie des Nebels kalter Hauch entquoll,
Dem Frühlingsweben hohen Hains zu lauschen,
Des Stromes Schwellen, blauen Meeres Rauschen,

Da hört' ich einer Stimme sanftes Tönen:
„Erfreue dich am heitern Lebensglanz.
Was du erwünschst, erringest du mit Tränen,
Nicht in der Ferne blüht der duft'ge Kranz,
Den du begehrst mit ew'gem Menschheitssehnen.
Was du erschaust, durchdring' es tief und ganz.
Das Schöne ist, was du als schön empfindest
Und seine heil'gen Rätsel rein ergründest.

Nimm diesen Blütenzweig, er sprosste milde,
Von Lenzesglanz und Farbenglut betaut.
Auf dieses Bodens lieblichem Gefilde,
Das du so oft mit frohem Blick erschaut,
Und weih' ihn liebend deinem Heimatbilde,
Wo über Land und Meer der Himmel blaut.
Das Leben flieht, die wechselnden Gestalten
Aus seiner Flut vermagst du festzuhalten."

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