Russland und Deutschland sind immer wichtige Partner gewesen. Durch Jahrhunderte haben sich z. B. materiell Rohstoffe, ideell Kultur und demographisch Menschen zum gegenseitigen Vorteil zwischen den Ländern bewegt. Aber auch die dunklen Seiten der Geschichte werden von uns nicht ignoriert.

Die vorliegende Idee ist eine private Initiative unabhängiger Wissenschaftler, die durch ihre Beiträge versuchen, das kulturelle Erbe der beiden Nationen aufzuzeigen, Vergessenes und Bedeutendes zu darzustellen und zu bewahren. Ein Hauptziel ist, eine weitreichende Kultur-Brücke zu schaffen, aus dem geschichtlich Fassbaren lernen zu können und neue Ideen und Konzepte für eine zukünftige erfolgreiche Zusammenarbeit gemeinsam zu formulieren. Diese Konzepte sollen Strahlkraft auf die ganze Gesellschaft bekommen und von Wissenschaftlern geleitet werden, deren Kenntnisse der russischen Kultur und Geschichte ebenso wertvoll sein können wie die wirtschaftliche Expertise anderer Botschafter.

Wir rufen auf zur Projektbeteiligung von Partnern, deren Interesse wir hier geweckt haben und die mehr über mögliches Engagement und Unterstützung an dieser Initiative erfahren möchten.

Nachhaltig zielt diese Initiative darauf, das Bild beider Länder aufeinander zu verbessern, Vorurteile abzubauen, gemeinsamen Respekt vor kulturellen Errungenschaften zu pflegen sowie Partner in vielen Bereichen zu begeistern, so auch Beteiligte der sich neu entwickelnden bi-nationalen Wirtschaftszweige.

Gern möchten wir Möglichkeiten zur Projektbeteiligung mit Interessenten besprechen. Wir freuen uns auf fruchtbare Gespräche.


Lexikus Verlag
Birkenstr. 9
23996 Bad Kleinen

Tel.: +49 (0)38423 629566
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Curriculum Vita von Alexander Minor, Saratow, Russland

Alexander MinorDr. philol. Alexander Minor ist Lehrstuhlleiter für Deutsch und Deutschdidaktik an der Staatlichen Tschernischewski-Universität Saratow. Er studierte Deutsch und Englisch an der Staatlichen Pädagogischen Universität in Sibirien, dann promovierte er an der Moskauer Pädagogischen Universität und begann seine pädagogische Tätigkeit in Abakan und Tobolsk in Sibirien. Seit 1990 ist er Professor an der Universität Saratow. 

A. Minor setzt sich für die deutsche Sprache und Kultur im Gebiet Saratow ein, wo Deutsch seit 1775 tiefe Wurzeln geschlagen hat. Seit 1992 sind dank seinen Bemühungen etwa 20 Schulpartnerschaften mit deutschen Schulen entstanden, an vielen Schulen wurden Klassen mit bilingualem Deutschunterricht etabliert. Im Unterricht wird das bilinguale Lehrwerk für Naturkunde eingesetzt, das von A. Minor und weiteren zwei Mitautoren erstellt worden ist. 

Heute ist es wichtig das wolgadeutsche kulturelle und sprachliche Erbe, das mehrere Jahre verschwiegen wurde zu erforschen, die wenig bekannten Namen der hervorragenden Wolgadeutschen der Vergessenheit zu entreißen, ihre wissenschaftlichen Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit darzustellen, deshalb befasst sich A. Minor mit Forschungen auf dem Gebiet der Literatur der Russlanddeutschen und den wolgadeutschen Inselmundarten. Demnächst soll im Verlag der Tschernischewski-Universität die Monographie über den prominentesten russlanddeutschen Sprachwissenschaftler Andreas Dulson erscheinen „Andreas Dulsons ethnolinguistische Studien“. In dieser Publikation werden Materialien zur wolgadeutschen Hochzeit, darunter das äußerst interessante Brauchtum in seinem Zusammenhang mit ähnlichen Sitten in der historischen Heimat der Russlanddeutschen in Deutschland dargestellt. Es gibt auch viele kritische Materialien zum Aberglauben, der mit der Hochzeit verbunden ist.

Auf dem Gebiet der Literatur der Russlanddeutschen sind einige Beiträge von A. Minor über David Kufelds Versepos „Das Lied vom Küster Deis“ und „Die verschwiegene Poesie der Russlanddeutschen“ in den Jahren 1941 bis 1956 sowie „Aneignung und Pflege des wolgadeutschen Erbes“ im „Jahrbuch für Germanistik“ und in mehreren russischen wissenschaftlichen Sammelbänden erschienen.

Heute ist A. Minor Redakteur und Herausgeber vom wissenschaftlichen Sammelband „Sprach-und Kulturkontakte“, der im Verlag der Staatlichen Universität Saratow jährlich erscheint. 

Außerdem sind in seiner Übersetzung zwei Bücher über die frühmusikalische Erziehung von der deutschen Musikpädagogin und Komponistin Edith Notdorf (Moskau) und ein Buch über Wolfgang Amadeus Mozarts Leben und Schaffen (Universität Verlag Saratow) herausgegeben worden.