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Mecklenburgische Volkssagen und Volksaberglaube,

Autor: Johann Christ. Friedrich Günther, Erscheinungsjahr: 1843

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Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburgische Volkssage, Aberglauben, Hexen, Sittenbild,
                                De Hex

In einem großen, der Elde nahe gelegenen Kirchdorfe des südwestlichen Mecklenburgs trieb um die Moskowiter-Zeit eine bitterböse Hexe ihr arges Wesen. Dem Einen wurden die Kinder krank und auch die erfahrensten Frauen des Dorfes wussten weder Ursache noch Namen der Krankheit anzugeben; ein Anderer ward in jeder Nacht vom Alp gedrückt 3); dem Dritten ward sein bestes Pferd im stillen Stehen hinkend; dem Vierten fraß die Sau die Ferkel auf; dem Fünften wollte das Brauen und Backen, dem Sechsten der Korn- und Flachs- Bau nicht geraten: kurz, es geschah so viel und mancherlei Unheil im Dorfe, dass auch ein Blinder sehen konnte, wie hier nicht Alles mit rechten Dingen zugehe. Und, was das Schlimmste war, so wollten auch die besten Mittel hier nicht anschlagen, wodurch man sonst doch die Hexen sich vom Leibe hält.       [Auszug]

mitgeteilt vom Hülfsprediger Günther zu Eldena.
(Vgl. Jahrb. V., S. 101.)