Die Warnung an Mistevoj (Mistav), Fürst der Obotriten, Stammvater des Hauses Mecklenburg

Aus: Mecklenburgische Sagen
Autor: Studemund, Friedrich (1784-1857) Pastor an der Nikolaikirche in Schwerin, Erscheinungsjahr: 1848
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg, Sagen, Obotriten, Mistevoj, Mistav, Christentum, Religion, Mittelalter
Mistevoj, ein Fürst der Obotriten, welcher ohngefähr ein Tausend Jahre nach Christi Geburt über Mecklenburg herrschte und das Christentum angenommen hatte, fiel wieder ab vom Glauben, weil ein christlicher Fürst ihm seine Tochter nicht zur Ehe geben wollte und ihn obendrein einen wendischen Hund gescholten hatte. Mit einem zahlreichen Heere zog er aus zur Verfolgung der Christen und steckte auch Homanburg oder Hamburg in Brand und verwüstete diesen Ort.

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Da begab es sich aber, dass, als die ganze Stadt in hellen Flammen stand, aus den Wolken eine Hand hervorkam, welche mit ausgespannten Fingern in die Glut griff und mit Feuer angefüllt sich wieder zurückzog. Das Heer verwunderte sich und Mistevoj erschrak so heftig darüber, dass er von der Zeit an seine Ruhe gänzlich verlor, welche er auch nicht wiederfand, wenn er gleich nach der Zeit aufhörte den Christen Schaden zu tun und selbst wieder zum Christentum übertrat.
(S. Dithmar v. Merseburg Chron. S. 137.)
Hamburger Baumwollbörse

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Hamburg Brandstwiete 1775

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Lagerhäuser im Hamburger Freihafen

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Blick auf Hamburg - Unterelbe

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