Das Fluchtlied. Gedichtet von dem deutschen Primaner Friedrich August (gest. 1870 auf dem Zimmer des Turnvaters Jahn Ende 1812.

Mit Mann und Roß und Wagen
so hat sie Gott geschlagen.
Es irrt durch Schnee und Wald umher
das große mächtge Franschenheer.
Der Kaiser auf der Flucht,
Soldaten ohne Zucht.
mit Mann und Roß und Wagen
so hat sie Gott geschlagen.

Jäger ohne Gewehr,
Kaiser ohne Heer,
Heer ohne Kaiser,
Wildnis ohne Weiser.
mit Mann und Roß und Wagen
so hat sie Gott geschlagen.
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Trommler ohne Trommelstock,
Kürassier im Weiberrock,
Ritter ohne Schwert,
Reiter ohne Pferd,
mit Mann und Roß und Wagen
so hat sie Gott geschlagen.

Fähnrich ohne Fahn,
Flinten ohne Hahn,
Büchsen ohne Schuß,
Fußvolk ohne Fuß,
mit Mann und Roß und Wagen
so hat sie Gott geschlagen.

Feldherrn ohne Witz
Stückleut ohne Geschütz,
Flüchter ohne Schuh,
nirgend Rast und Ruh,
mit Mann und Roß und Wagen
So hat Sie Gott geschlagen.

Speicher ohne Brot,
aller Arten Not,
Wagen ohne Rad,
alles müd und matt,
Kranke ohne Wagen,
so hat Sie Gott geschlagen.


Dieses Kapitel ist Teil des Buches Die Befreiung 1813 - 1814 - 1815. Teil 1