Aufruf des Grafen Rostopschin an die Russen nach der Besetzung Moskaus durch Napoleon.

Der Feind der menschlichen Gesellschaft, die Strafe Gottes für unsere Sünden, die teuflische Verführung, der französische Bösewicht ist in Moskau eingedrungen und hat es dem Schwert und den Flammen überliefert. Er plündert die Tempel Gottes, entweiht die Altäre durch sein unsittliches Leben, die heiligen Gefäße durch seine Völlerei und seinen Spott. Er benutzt die Messgewänder anstatt der Pferdedecken, reißt die Rahmen und Kränze von den Heiligenbildern fort und stellt seine Pferde in unsere Kirchen. Er plündert die Häuser, beschimpft Frauen, Töchter und Kinder, sowie die Kirchhöfe und reißt die Gebeine unserer Voreltern, unserer Verwandten aus der Erde. Vertilgt die noch übriggebliebenen Streitkräfte des Feindes, denn es sind ihrer nicht viele mehr, und unser sind vierzig Millionen Menschen, die von allen Seiten auf ihn einbrechen wie eine Schar Adler! Vertilgt das ausländische Ungeziefer und übergebet die Leichname den Wölfen und den Raben! Bald wird er euch um Gnade anflehen, denn sein Ende ist nahe, aber Ihr werdet ihn nicht hören!

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Dieses Kapitel ist Teil des Buches Die Befreiung 1813 - 1814 - 1815. Teil 1