Von literarischen Schlachtenschilderungen des 18. Jahrhunderts

Von literarischen Schlachtenschilderungen des 18. Jahrhunderts kommen in erster Linie die prachtvollen, markigen Bilder in Betracht, die Archenholtz in seiner „Geschichte des Siebenjährigen Krieges“ entworfen hat.

Es ist dies wieder einer der Fälle, in Jenen historische Schilderung durch Kunst und Kraft der Sprache, durch Lebhaftigkeit der Darstellung unvermutet zum Range künstlerischer Gestaltung; erhoben wird. Wenn Archenholtz den Überfall bei Hochkirch oder die Schlacht bei Roßbach schildert, so wird der Leser ohne alle Kunstgriffe, lediglich durch die lebendige Schilderung der Situation und die kluge Einstreuung markanter Episoden, zum unmittelbaren Zuschauer.


Es liegt in diesen Schilderungen noch alte sprachliche Kraft und Bildlichkeit, belebt durch starkes vaterländisches Gefühl. Wo immer historische Darstellungen kriegerischer Ereignisse geschrieben werden, wird Archenholtz Muster und Vorbild sein.
Dieses Kapitel ist Teil des Buches Der Krieg in Bildern