Versunkener Ritter in Berendshagen.

Mecklenburger Sage.
Autor: Volksmund
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Der Gutsherr von Bassewitz auf Hohen Luckow war dafür bekannt, dass übernatürliche Kräfte ihn in die Lage versetzen, Dinge zu vollbringen, zu denen andere Menschen nicht fähig waren.

So brach im 13. Jh. in Berendshagen ein Feuer aus, das das ganze Dorf zu vernichten drohte. Der Feuerschein erreichte auch Hohen Luckow, und Herr von Bassewitz eilte seinen Freunden auf Gut Behrendshagen zu Hilfe. In schnellem Galopp erreichte er das Gut noch rechtzeitig. Seine Fähigkeit, das Feuer durch Besprechen zum Einhalt zu bringen, erwies sich als nützlich und verhinderte weit größeren Schaden.

Doch dann war der Reiter samt Pferd für immer verschwunden. Alle Suche blieb ohne Erfolg, und man glaubte an ein Bündnis mit dem Teufel. In späteren Jahrhunderten wurde eine Reinigung des Burggrabens erforderlich. Zum Erstaunen der Dorfbewohner fand man ein Schwert, Sporen, eine Schuhsohle, einen Becher und den Schädel des Pferdes. Das Pferd soll von edler Rasse gewesen sein, und die Fundstücke sind auf das 13. Jahrhundert datiert, just auf die Zeit, als in Berendshagen die Feuersbrunst wütete. Vom Reiter selbst fehlte jedoch jede Spur. So schien sich die Sage bestätigt zu haben.

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