Riesenkinder spielen Kapp (Mirow)

Autor: Mündlich von einem Bauern aus Mirow.
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Mirow, Hünengräber, Steingräber, Großsteingräber, Sagen und Märchen
Mirow ist eine Landstadt im Süden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt ist Sitz des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte. (Wikipedia)

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Nahe am Wege von Frauenhagen nach Mirow bei Angermünde liegt auf einem Berge ein Hünenandenken, das besteht aus sieben großen Steinen, von denen sechs in einem länglichen Viereck zusammengestellt sind, der siebente aber, welcher unten ganz flach ist, so auf die drei nach Westen stehenden gelegt ist, dass er mit ihnen eine Kammer bildet, in der wohl zwei Menschen Platz hätten; außer diesen Steinen liegt noch eine Anzahl größerer und kleinerer zerstreut umher, sowie auch auf den umliegenden Bergen sich mehrere solcher Hünenandenken befinden, die zum Teil aufgegraben wurden; man hat in ihnen nichts als Urnenscherben und Knochen gefunden, die waren aber so groß, dass die Menschen, denen sie gehörten, wenigstens noch ein halb Mal so groß gewesen sein müssen, als die heutigen. Darum sagt man auch, dass sie von den Hünen herrühren, welche früher das Land bewohnten.

Aus dieser Zeit stammt nun auch das eben beschriebene Hünenandenken, denn es waren einmal hier zwei Hünenkinder, die spielten, wie das unsere Kinder auch noch tun, mit einander Kapp. Da fiel aber so groß waren, hatte das eine feine Steine bei Welsow, das andere hier bei Mirow aufgestellt, und so warf denn ein jedes nach den Steinen des anderen; als sie aber des Spiels überdrüssig waren, ließen sie die Steine liegen, wie sie gerade lagen, und das sind nun die auf dem Berge bei Mirow.

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Stadt Mirow im Internet

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Mirow in Mecklenburg

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Mirow, Schlosskirche (Johanniter-Kirche)

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Mirow, Schulgebäude

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