Maltzan, Behrend von (unbekannt-1525) mecklenburger Geh. Rath und Erblandmarschall. Biographie

Allgemeine Deutsche Biographie Bd 20 (1884)
Autor: Schultz, Ludwig (1855-1929) Mitarbeiter der ADB, Erscheinungsjahr: 1884
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Maltzan: Berend (Bernhard) v. M., † 1525, stammte aus einer der ältesten Adelsfamilien Mecklenburgs, welche schon am Ende des 12. Jahrhunderts urkundlich im Lande nachweisbar. – In der letzten Hälfte des 15. Jahrhunderts und dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts lebend, welcher Zeit Fehden aller Art und Landfriedensbrüche die Signatur gaben, machte sich v. Maltzan unter den Rittern seiner Zeit durch seine Macht und Gewalttätigkeiten als „der böse Bernd“ gar bald einen besonders gefürchteten Namen. Außer in Mecklenburg auch in Brandenburg und Pommern begütert, geriet er besonders mit dem tatkräftigen Herzog Bugislav von Pommern in ernstere Streitigkeiten, welche mit Zerstörung seiner Feste Wolde in Pommern (1491) endigten und ihn zunächst in die Mark Brandenburg vertrieben, woselbst er durch seine Gemahlin Göbel v. Alvensleben Schloss Neuburg erworben hatte. Von hier siedelte er sodann dauernd nach Stadt und Burg Penzlin in Mecklenburg über, womit er von den Herzogen seit 1501 als deren Geh. Rath und Erblandmarschall erblich belehnt war. Fortan mehr in Frieden und Ruhe lebend, widmete er der Erziehung seiner Söhne besondere Sorgfalt und hinterließ bei seinem Tode im Jahre 1525 seinen Söhnen Joachim und Ludolf einen großen Namen und reiche Begüterung in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg.

Lisch, Urkunden-Sammlung zur Gesch. des Geschlechtes von Maltzan, Bd IV.

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