Hamburgs Literaturleben im achtzehnten Jahrhundert

Autor: Wehl, Feodor von Wehl zu Wehlen (1821-1890) Schriftsteller, Journalist und Theaterintendant, Erscheinungsjahr: 1856

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Themenbereiche
Enthaltene Themen: Hansestadt Hamburg, Lebensweise, Sittengeschichte, Lebensbeschreibung, Handelsplatz, Kultur, Kunst, Schifffahrt, Hafen, Stadtgeschichte,
Inhaltsverzeichnis
  1. Hamburg im achtzehnten Jahrhundert.
  2. Hamburgs Theateranfänge.
  3. Georg Behrmann, Konrad Eckhof und Johann Friedrich Löwen.
  4. Der Pastor Johann Melchior Goeze und das Theater in Hamburg.
  5. Albrecht Wittenberg, Charlotte Ackermann und Lessing.
  6. Lessing, der alte Reimarus und Anti-Goeze.
  7. Das hamburgische Theater bis Friedrich Ludwig Schröder; Christian Wernike, Michael Richey und Barthold Brockes.
  8. Friedrich von Hagedorn, Daniel Schiebeler, Christoph Christian Sturm, Joachim Eschenburg, Johann Wilhelm von Archenholz und Adolf Friedrich von Hennings.
  9. Die Familien Reimarus und Sieveking; die französischen Emigranten; Frau von Genlis.
  10. Die Verfasser der „Bremer Beiträge" und Klopstock.
I. Hamburg im achtzehnten Jahrhundert

Es ist seltsam genug, dass sich über Hamburg die Meinung und das Vorurteil hat verbreiten können, als sei diese Stadt literarisch niemals und zu keiner Zeit von irgendwelcher Bedeutung gewesen. Und am seltsamsten ist, dass diese Meinung und dieses Vorurteil in Hamburg selbst von jeher am meisten angenommen und geglaubt gewesen und dass aus seinem eigenen Schoße fast nie und nirgends Versuche und Anstrengungen von einigem Wert und größerer Nachhaltigkeit gemacht worden sind, solche Annahmen, deren Irrtümlichkeit bei näherem Zusehen sogleich in die Augen fallen muss, verschwinden und aufhören zu machen. Ja, selbst nachdem mehre tüchtige Literarturhistoriker, wie z. B. Gervinus in seiner „Geschichte der deutschen Dichtung", Guhrauer in der Lebensbeschreibung des großen Jungius und Danzel in seiner imposanten Biographie Lessings starke und ziemlich bemerkbare Fingerzeige auf den außerordentlichen Einfluss gegeben, welchen Hamburg nach dem Dreißigjährigen Krieg in Bezug auf die Literatur in unserm Vaterlande gewonnen und erhalten hatte, blieb dennoch die nähere Betrachtung und ein weiteres Eingehen in Das, was von hier aus literarisch angeregt, durchgefochten und zum Teil siegreich ausgetragen worden ist, unerörtert oder mindestens nicht in dem Grade zu Tage gestellt, als es wünschenswert erscheinen darf.

Ehe wir uns nun aber angelegen sein lassen können, hier in unserer Schilderung kurz und übersichtlich das Versäumte, so gut es in unseren Kräften steht, nachzuholen und eine Darstellung von den literarischen Phasen und Richtungen zu geben, die von Hamburg entweder zuerst ausgegangen oder an denen es sich mindestens wichtig und bedeutsam beteiligt hat, sehen wir uns genötigt, vor Allem und voran eine Charakteristik von der Stadt selbst zu geben, mit der wir uns hier beschäftigen und die wir uns doch erst in ihren geschichtlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen gegenwärtig gemacht haben müssen, um die Art und Weise zu verstehen, in der sie sich literarisch betätigt hat.

Wie sich bei einem Menschen in Dem, was er tut und treibt, Stand, Geburt und Erziehung nicht unwesentlich und gleichgültig erweisen und wie, wenn man sein Leben und seine Taten zu schildern und zu beurteilen vorhat, auch darauf Sinn und Auge mit Recht zu richten pflegt, so ist es nicht minder nützlich und nötig bei dem literarischen Einfluss, den eine große Stadt ausübt oder ausgeübt hat, ihre Entstehung, Lage und Historie in Obacht zu nehmen.

Hamburg, wie man sagt, ein Gedanke Karls des Großen und von diesem zur Stadt kreiert, musste durch seine günstige Lage am Ausfluss eines der mächtigsten Ströme Deutschlands und gewissermaßen angesichts des Meeres, das mit der beginnenden Kultur und der Ausbreitung der Schifffahrt aus der Länderscheide, die es bis dahin gewesen, vielmehr zum verknüpfenden Bande der Staaten und ganzer Erdteile geworden, ganz notwendig und selbstverständlich sich zum Handelsplatze prädestiniert und geeignet finden. Die tief aus dem Binnenlande herabströmende Elbe vermittelte es mit dem Innern von Deutschland, das Meer mit allen Küsten der bewohnten Welt. Nachdem Konstantinopel aufgehört hatte, das Zentrum und die Seele des Welthandels zu sein und nachdem Städte wie Ancona, Bardowik, Vineta, Wollin u. a. teils durch kriegerische Verheerungen, teils durch feindliche Gewalt der Elemente ganz zugrunde gerichtet oder doch wenigstens im frischesten Aufschwung gelähmt, in der vielversprechendsten Entwicklung ihrer kommerziellen Ausbreitung behindert worden waren, mussten Städte wie Bremen, Lübeck, Hamburg, Wisby auf Gothland u. a. denjenigen Kaufleuten, die sich aus dem Ruin der vorgenannten Orte noch glücklich und unternehmungslustig genug herausgerettet hatten, als die zweckdienlichsten Punkte zu neuen Handelsanknüpfungen erscheinen. Hamburg indessen damals zunächst noch am wenigsten, denn diese Stadt, die von früh an, ja, man kann sagen von ihrer Entstehung an, einen großen Unabhängigkeitssinn bewährte und doch so vielen Herren und Fürsten ihrer guten Lage und ihres wachsenden Reichtums wegen begehrenswert erschien, hatte in ihrer ersten Zeit und über sich hinweg viele Kämpfe um ihren dauernden Besitz auszuhalten; nachdem die Könige von Dänemark, die Herzöge von Mecklenburg und Oldenburg sie abwechselnd entweder wirklich an sich gerissen oder an sich zu reißen gesucht hatten, gelang es ihr endlich, sich freizukaufen. Sie ward selbständig und zur Republik aus ihren eigenen Mitteln, durch ihren Fleiß, ihre Anstrengungen, ihre kühnen und glücklichen Unternehmungen. Alles, was sie ist und hat, verdankt sie ganz allein nur sich und dem ihr innewohnenden Genie, keiner Großtat eines Regenten, keinem Heldenmut eines angestammten Fürstengeschlechts. Man kann und darf sich aus diesem Grunde denn auch nicht wundern, dass Hamburg von jeher und stets sich mit einem gewissen und, wie man zugestehen muss, durchaus gerechtfertigten Bewusstsein behäbigen Bürgerstolzes in allen Lagen und Zeiten und auch zu den schwierigsten und in den drückendsten auf sich selbst gestützt hat. Allein bei allem diesem Selbstbewusstsein und dieser ganzen Zuverlässigkeit und Rechnung auf die eigene Kraft ist Hamburg doch nie zu weit und über die Kreise seiner Macht hinausgegangen. Immer und überall hat es politische Mäßigung, klugen Takt und in seiner Entwicklung einen Gang beobachtet, der hitzigen Köpfen allerdings oft zu langsam und saumselig hat erscheinen wollen, dem es aber doch allein zu danken ist, dass es so fest, mächtig und in seinen Grundpfeilern unerschüttert noch heutigen Tages dasteht, während andere Städte seinesgleichen längst nicht allein den Flor ihres Handels, sondern auch die Bedeutung, wenn man so sagen darf, ihrer statistischen Größe eingebüßt haben. Während Lübeck und die übrigen Hansestädte die Blüte ihrer Macht und ihres Glanzes mit dem Sinken und Verfall dieses Bundes zu verlieren begannen und während des Dreißigjährigen Krieges ohnmächtig und fast vernichtet wurden, weil sie einmal ihren ganzen Bestand und ihr Wohlergehen zu sehr und zu ängstlich an das Wesen der Verbrüderung geschlossen, sodann aber unklug oder durch Umstände gezwungen sich in die Religionskonflikte jener unseligen Zeit einzulassen nicht vermieden oder vermeiden konnten, fing Hamburg an, erst während und nach dem Dreißigjährigen Kriege „sich zu heben und denjenigen Rang in der politischen und Kulturgeschichte Deutschlands einzunehmen, welchen es seitdem mit so viel Glanz zu behaupten wusste." (Guhrauer.)

Die kluge Mäßigung, die wir vorhin schon an Hamburg gerühmt, hat es besonders und hauptsächlich auch bei der Reformation bewiesen, die fast in keiner Stadt unsers Vaterlandes mit so viel Würde und Ruhe und auf eine so einfache Weise eingeführt wurde als hier. Nachdem mit einer allgemeinen Stimmeneinheit der ganzen Bürgerschaft die Reformation beschlossen worden, ward dieselbe, ohne dass eine Kirche gestürmt oder ein Priester gemisshandelt wurde, in der Zeit von 1524 bis 1526 durchgesetzt und zwar so, dass man 1528 schon Dr. Johannes Bugenhagen, einen Schüler Luthers, berufen und beauftragen konnte, das wichtige Werk vollständig abzuschließen. Am Pfingstabend 1529 erfolgte die Bekanntmachung, dass die von Dr. Johannes Bugenhagen entworfene Kirchenordnung von Rat und Bürgerschaft angenommen sei, und mit dieser Annahme war denn ein für alle mal die kirchliche Umwälzung in Hamburg vollendet und die Stadt durch und durch protestantisch.

Die Kürze und Raschheit dieses kirchlichen Umwandlungsprozesses sowie die große Bereitwilligkeit, mit welcher dem Protestantismus Tür und Tor geöffnet worden war, ließen Hamburg nun natürlich als die protestantische Stadt par excellence erscheinen und als solche ward sie denn auch leider nur zu bald das Ziel und Augenmerk vieler tobsüchtiger und besonders ehrgeiziger Kirchenredner.

Den zelotischen und nach Auszeichnung und Ansehen lüsternen Predigern musste eine Stadt, wo sich die neue Kirche so ungehindert und allgemein durchgesetzt hatte, und wo weder ein Hof noch eine Universität durch Macht und äußern Glanz oder ehrfurchtgebietende Gelehrsamkeit ihren Einfluss zu beschranken vermochte als ein besonders geeigneter Schauplatz für ihre Wirksamkeit erscheinen. Aus dieser Ursache ohne Zweifel sehen wir denn auch von da ab Hamburg vielfach von lärmenden und zeternden Religionslehrern erfüllt und nicht selten zu der Bühne der skandalösesten kirchlichen Vorgänge werden. Unter Pastoren wie Mayer, Krummholtz und Goeze, welchen Letzteren wir als den Gipfelpunkt dieser Richtung noch näher zu bezeichnen haben werden, trugen nicht wenig dazu bei, den kirchlichen Geist in Hamburg zu verdüstern und für eine Intoleranz geneigt zu machen, die der Stadt den wesentlichsten Abbruch tun musste.

Indessen dieser Zug der Intoleranz und der der Stadt dadurch verursachte Abbruch errangen doch nur langsam und nach und nach die Herrschaft. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges war davon noch nicht allzu viel zu merken und es stand damals noch so gut um Hamburg, dass der französische Gelehrte Aubri du Maurier, der sich gegen das Ende des Dreißigjährigen Krieges hin in Hamburg aufhielt und Denkwürdigkeiten niederschrieb, Hamburg und Lübeck in Bezug auf ihre größere und geringere Liberalität gegen die Fremden mit Athen und Sparta vergleichen konnte. In der Tat wurden in diesem Zeitraume hier auch die Gesandten aller auswärtigen Staaten aufgenommen, ohne Rücksicht auf die Missbilligung des Kaisers, indem Hamburg als Handelsstadt zu einer allgemeinen Politik dem Reiche gegenüber berufen zu sein glaubte. Diesem Umstande verdankte sie es, dass in ihren Mauern die Präliminarien zum Frieden im Jahre 1641 geschlossen wurden.

Die Wirkung dieser Verhältnisse auf die Bürger Hamburgs war ein gerechter Stolz, und für die Gelehrten ein freierer Weltblick, als er an den meisten deutschen Universitäten möglich war.

Die Schriften des geist- und gemütvollen Balthasar Schuppius, welchen Gervinus einen der ausgezeichnetsten Männer jener Zeit nennt und das Wirken des großen, gelehrten Jungius, die um diese Zeit Beide in Hamburg nebeneinander lebten, geben den besten und deutlichsten Beweis dafür. „Hamburg", heißt es irgendwo bei Schuppius, „ist eine edle, von Gott reichlich und überflüssig gesegnete Stadt, ein schöner Lustgarten im irdischen Paradiese." Und um dies klar zu belegen und darzutun, sagt er dann ferner: „Als im verwichenen Dreißigjährigen Kriege ganz Deutschland unter der schweren Kriegslast seufzte, als das Kriegsfeuer ein Land nach dem andern, einen Ort nach dem andern angriff und verzehrte, da nahm diese Stadt nur immer mehrundmehr zu an Macht und Reichtum. Die Einwohner saßen darin in guter Ruhe und Sicherheit wie die Kinder Israel im Lande Gosen, als der Herr ganz Ägypten mit allerhand Plagen schlug." An einer andern Stelle sagt er: „Die Schifffahrt macht, dass Hamburg ist klein Spanien, klein Portugal, klein Frankreich, klein Schweden, klein Dänemark und Norwegen. Ich bin Jahr und Tag in Hamburg gewesen und habe nicht gewusst, was in Hamburg zu tun sei. Ich habe nicht gewusst, wie mancher kluge Kopf darin verborgen liege. Ich habe nicht gewusst, dass Hamburg eine kleine Welt sei."

Guhrauer, der in seinem schönen Buche über Jungius diese Stellen ebenfalls anführt, lässt sich bei dieser Gelegenheit folgendermaßen aus: „Von diesen Strömungen eines frischeren und freieren Geistes wurden die in Hamburg reichlich vorhandenen Keime geistiger Bildung durchdrungen. Literatur, Sprache, Wissenschaft und Kunst ernteten die Früchte davon. In der allgemeinen und besonders der deutschen Literaturgeschichte ist dies anerkannt. Was vor dem Dreißigjährigen Kriege Straßburg oder Nürnberg für die Literatur bedeutete, ging, nach einer Bemerkung von Gervinus, auf Hamburg über und dauerte in reicher Mannigfaltigkeit bis auf Hagedorn und Lessing fort. Von unberechenbarer Wichtigkeit für die Hebung nicht nur der politisch-kommerziellen, sondern auch der literarischen und wissenschaftlichen Kultur war die Lage Hamburgs und seine lebhaften Verbindungen mit den beiden damaligen Brennpunkten europäischer Kultur, nämlich England und Holland."

War nämlich das sechzehnte Jahrhundert vornehmlich die Periode Italiens, das siebzehnte Frankreichs, so zog der Genius der feineren Wissenschaften über Holland nach England, von wo er dann nach Deutschland kam und hier an Hamburg gewissermaßen den geeignetsten Landungsplatz vorfand.

Hamburg war, wie schon gesagt, während des Dreißigjährigen Krieges wunderbar und glänzend emporgestiegen. Da es von den Wirrnissen der Zeit am wenigsten in Deutschland betroffen wurde, so machte es sich fast ganz von selbst, dass es zum Zufluchtsort und Asyl nicht nur der Künste und Wissenschaften, sondern auch vieler angesehenen, bedeutenden und reichen Familien wurde. In der Tat aber konnte in Hamburg nicht nur der darin herrschende Friede und Wohlstand locken, sondern es bot neben diesen so sehr gesuchten und geschätzten Wohltaten zugleich auch noch andere, die nicht weniger anreizend in die Waagschale fallen mussten.

Vor allem glänzte damals das Johanneum in Hamburg, das von Bugenhagen 1529 zugleich mit dem Reformationswerk gestiftet, in Joachim Jungius seinen ersten und zugleich größten Einrichter und Leiter gefunden hatte.

Joachim Jungius, ein Zeitgenosse und Geistesverwandter von Baco, Galilei, Kepler, Gassendi und Descartes, am 22. Oktober 1587 zu Lübeck geboren und am 23. September 1657 in Hamburg gestorben, war einer der bedeutendsten Geister, welche Deutschland damals aufzuweisen vermochte. Er hatte in Rostock und Gießen studiert, war lange und viel, besonders in Italien gereist und endlich 1628 nach Hamburg zum Rektor des Johanneums berufen worden, wo er 1634 eine Schulordnung schuf, die beinahe ein volles Jahrhundert ausreichend erschien und der Anstalt ein Ansehen und einen Flor verschaffte, wie ihn ein ähnliches Institut in Deutschland vordem noch niemals erlebt hatte. Es gab eine Zeit, wo die Schule 1.100 Schüler zählte.

Dem Johanneum einen solchen Aufschwung und Glanz zu gewinnen, war denn aber auch ein Mann wie Jungius nötig, der, geschaffen zum Haupt einer großen Schule, mit einer herzgewinnenden Persönlichkeit ein Denken von außerordentlicher Tiefe und eine Gelehrsamkeit seltener Art verband. Die deutsche Sprache, die Philosophie, Mathematik und Physik verdanken ihm die entschiedensten Förderungen. Humboldt, der ihn „den großen, so lange verkannten Jungius" nannte, war es wahrscheinlich, der Goethe auf ihn aufmerksam machte, welcher Materialien zu einer Biographie desselben sammelte, die später Guhrauer bei dem schon mehrfach angeführten Werke benutzte. Goethe sagt von ihm: „Der Mann war Mathematiker und Logiker von Haus aus, hatte sich aber mit freiem Sinn der lebendigen Natur ergeben und seiner Zeit vorschreitende Arbeiten geliefert." Martin Fogel, ein Schüler des Jungius, rief ihm im Tode nach: „Nichts fehlte dir, o Joachim, als ein Alexander, um deinen so großartigen Unternehmungen und Entwürfen ohne Beispiel, nach deinem und aller Freunde der Wahrheit Wunsche, weitere Bahnen vorzuzeichnen und so weit die Grenzen des Erdballs sich erstrecken, zu deinem Ruhme darzulegen."

Es gereicht Hamburg zu keiner geringen Ehre, diesen großen Gelehrten gewonnen und ihm wenigstens einigen Spielraum für sein mächtiges Genie überwiesen zu haben. Die Segnungen seiner Tätigkeit sind denn freilich auch nicht ausgeblieben und haben der Stadt die herrlichsten Früchte getragen. Er und sein Werk waren ein Haupthebel des hamburgischen Aufschwungs der damaligen Zeit, den zu begünstigen freilich noch viele andere und keineswegs unansehnliche Kräfte und Mittel hinzugetreten sind.

Mit der Reformation und dem Johanneum zugleich war in Hamburg 1529 auch die erste Buchdruckerei eingerichtet worden und 1567 ließ sich in der Stadt der englische Court, eine mächtige englische Handelsgesellschaft, nieder, die unter dem besonderen Schutze der britannischen Regierung stand. Im Jahre 1677 ward von einem Engländer das erste öffentliche Kaffeehaus eingerichtet. (trade-public)

Stellt man sich die Einwirkungen aller dieser Einrichtungen auf Staat, Handel und geselliges Leben klar und deutlich vor Augen, so wird man damit sehr wohl im Stande sein, sich ein ungefähres Bild von der Stadt zu machen und das Lob und den Ruhm begreifen, das und den wir in vielen Schriftwerken Hamburg gespendet sehen. Hamburg war damals eine so glückliche und anlockende Stadt, dass sich die größten Geister dahin gezogen fühlten. Den braven Schuppius, welchen kürzlich Ludolf Wienbarg durch eine schätzenswerte Mitteilung der „Hamburger Nachrichten" wieder in Erinnerung brachte, haben wir bereits erwähnt. Neben ihm glänzte als Humanist, der Rechts- und Sprachgelehrte Lindenbrog, den der berühmte Hugo Grotius in Hamburg besuchte. Auch der Polyhistor Lucas Holstenius hielt sich hier eine Zeitlang auf und 1678 kam Leibniz hierher, die literarische Nachlassenschaft des Jungius einzusehen. Paul Flemming, der berühmte Reisende und Dichter, dessen lyrische Gedichte etwas von jener Anmut, Sinnigkeit und Grazie haben, die wir in den ähnlichen Liedern von Goethe treffen, fühlte sich von Hamburg, das er aus der Durchreise berührt und kennen gelernt hatte, so angezogen, dass, als er sich verheiraten und häuslich niederlassen wollte, dies nirgends anders als in Hamburg mochte, wohin er aber nur kam, um hier sofort am 2. April 1640 im 31. Jahre seines Lebens den Tod zu finden.

Er wurde in der St.-Katharinenkirche begraben und erhielt von Martin Fogel folgende Grabschrift:

Hier liegt der teutsche Schwan, der Ruhm der weisen Leute,
Der Arznei werter Sohn, der wohlberedte Mund,
Dem nach kein Landsmann gleich hat reden je gekunnt.
Was, Leser, er jetzt ist, das kannst du werden heute.

Er selbst sang sich aus dem Totenbette in Hamburg noch folgenden Nekrolog:

Ich war an Kunst und Gut und Stande groß und reich,
Des Glückes lieber Sohn, von Eltern guter Ehren,
Frei, meine, konnte mich aus meinen Mitteln nähren.
Mein Schall flog überweit, kein Landsmann sang mir gleich,
Von Reisen hochgepreist, vor keiner Mühe bleich,
Jung, wachsam, unbesorgt. Man wird mich nennen hören,
Bis dass die letzte Glut dies alles wird verstören.
Dies, teutsche Klarien, dies Ganze dank' ich Euch!
Verzeiht mir's, bin ich's wert, Gott, Vater, Liebste, Freunde!
Ich sag' euch gute Nacht und trete willig ab.
Sonst alles ist getan bis an das schwarze Grab.
Was frei dem Tode steht, das tu' er seinem Feinde!
Was bin ich viel besorgt, den Atem aufzugeben?
In mir ist minder nichts, das lebet, als mein Leben.

Dass er der Schöpfer des schönen und berühmten Liedes: „In allen meinen Taten lass ich den Höchsten raten", ist allgemein bekannt; minder beachtet dagegen dürfte sein, obschon auch dies Gervinus schon hervorgehoben, dass, so kurz seine Anwesenheit in Hamburg auch war, er dennoch hier den Keim zu einer weltlichen Lyrik legte, die scharf geschieden von der schlesischen ist und Hamburgs engeren Anteil an deutscher Poesie eröffnet, der dann ununterbrochen bis auf Hagedorn, Lessing und Klopstock fortgedauert hat und von uns an anderer Stelle noch näher zu verfolgen sein wird.

Um aber hier auf die Aufzählung großer und bedeutender Männer, die entweder in Hamburg geboren und gebildet oder sich da niedergelassen, vorerst zurückzukommen, so haben wir anzuführen, dass wir auch Otto von Guericke, den Erfinder der Luftpumpe, eine Zeitlang Bürgermeister in Magdeburg, nach Niederlegung seines Amtes nach Hamburg übersiedeln sehen. Lucas von Bostel, ein hamburgischer Bürgermeister um jene Zeit, hat unter anderem die Satiren des Boileau sehr glücklich ins Plattdeutsche übersetzt. Vincent Fabricius, ein ebenfalls sehr trefflicher Dichter jener Periode und ein berühmter Bürgermeister zu Danzig, ward 1612 zu Hamburg geboren und dort gebildet. Ebenso Andreas Schlüter, der Michel Angelo des Nordens, der große Bildhauer und Architekt, der den schönsten Teil des Berliner königlichen Schlosses baute und die bronzene Reiterstatue des großen Kurfürsten modellierte, ein Genie, das noch heutzutage von allen Kunstverständigen bewundert wird und noch erst jüngst wieder von Adolf Stahr und Wilhelm Schadow auf das Anerkennendste gewürdigt worden ist.
Hamburg war damals durch Genie, Geist und Talent vielfach ausgezeichnet und konnte es sein, weil es sich in seiner politischen und geselligen Situation alle Bedingungen zur Hervorbringung und Pflege derselben in hinreichendstem Maße geboten sah. Es war reich durch Handel, frei durch eigene Mittel, weise und mäßig in seinem politischen Verhalten. Seine weit in der Welt herumgekommenen Kaufleute und die vielen Eingewanderten brachten nicht allein vermehrten Wohlstand und neue Eindrücke zu einem regeren Leben, sondern auch mannichfache Lust und Beziehung zu den Künsten mit.

Die Künste, von der Laune und Caprice keines Potentaten in Abhängigkeit und Dienst genommen, traten hier mit der Wohlhabenheit eines freien Bürgertums so ebenmäßig und glücklich zusammen, dass sie sich zu gegenseitigem Vorteil auf das Schönste und Beste verbinden konnten. Beide Elemente durchwoben sich. Der Wohlstand diente der Kunst und die Kunst dem Wohlstände.

Es war eine Lust des gegenseitigen Gebens und Empfangens, ein entzückender Austausch der Mittel. Der Materialismus der Stadt, damals noch unverhärtet, gesunden, vollwangigen Lebens, durch klugen Weltblick geschult und im vollen Reiz des Erwerbens, hatte noch Spannkraft und Liebe, bei dem gefüllten Glase und der wohlbesetzten Tafel auch Genuss an den feinen Künsten und dem Ausschwunge des Geistes zu finden. Dieser Moment und gerade nur dieser ist es, der das achtzehnte Jahrhundert so groß in Hamburg oder Hamburg so groß im achtzehnten Jahrhundert erscheinen lässt.

Hamburg war damals durch und durch eine Stadt von Patriziern, eine Stadt voll freien Bürgersinnes, voll Edelmutes und geistiger Größe, eine Stadt, nach der, wie die Briefwechsel und Memoiren einer langen Zeit beweisen, von weither mit Achtung und Liebe geblickt ward. Schiller ersehnte nichts so sehr, als nach Hamburg kommen zu können, und wie gern und mit Lust z. B. auch die Glieder des Hainbundes nach Hamburg sahen, beweisen die rührenden Briefe von Hölty und Anderen auf das Genügendste. Auch Bodmer, dieser Aristarch und Zensor seines Zeitalters, zeigte, als er seinem jungen Lieblinge Klopstock eine hingebende, reiche und von Liebe zur Dichtkunst beseelte Gattin wünschte, bedeutungsvoll aus der Schweiz nach der schönen Stadt im Norden, in welcher der Messiassänger denn in der Tat auch seine Gattin gefunden hat.

Christian Ludwig von Griesheim, der lange in Hamburg verweilte und 1760 unter dem Titel „Die Stadt Hamburg in ihrem politischen, ökonomischen und sittlichen Zustande" ein etwas geschwätziges, aber doch sehr tüchtiges Buch über diese Stadt herausgab, nennt sie in seiner Vorrede ein mal über das andere mal „ein Wunder der Stadtseligkeit" und „ein deutsches Städtemuster", von dem er die ausführlichste Schilderung gibt.

Dieser zufolge zählte die Stadt damals 18.000 Häuser und 180.000 Einwohner, Christen und Juden. Sie war schon damals in ihren Promenaden und öffentlichen Spaziergängen so sauber, rein und saftiggrün gehalten, dass man sie allgemein „die Gartenstadt" nannte. Nicht ohne Stolz rühmte man an ihr, dass es darin gar keine Bettler gebe, und wie reich in der Tat damals Hamburg und zugleich wie wohltätig es war, beweist die Tatsache, dass an einem Sonntage in dem kalten Winter von 1755 vor den Kirchentüren zur Feuerung für die Armen 3.000 Reichsthaler einkamen und man dennoch bei dieser Gelegenheit „seufzete und klagete", wie es in dem betreffenden Berichte heißt, „dass die heilige Edelmuth erfroren sey".

Burney, ein englischer, reicher Musikdirektor, welcher in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts Deutschland, Frankreich und Italien bereiste und später sein musikalisches Tagebuch herausgab, sagt in demselben über Hamburg: „In diese Stadt kommt man ohne examiniert oder von Accisbedienten belästigt zu werden. Der Reisende wird an dem Thore blos um seinen Namen und Stand gefragt. Die Gassen sind schlecht gebaut, schlecht gepflastert und enge, aber voller Menschen, die ihren Geschäften nachgehen. Aus den Mienen und dem Betragen der Einwohner dieses Ortes leuchtet eine Zufriedenheit, Wohlhabenheit und Freiheit hervor, die man an andern Orten Deutschlands nicht häufig zu sehen bekommt."

Griesheim selbst gibt in seinem Buche, um auf dieses zurückzukommen, von dem Hamburger folgende Beschreibung: „Der Hamburger", sagt er, „ist noch ein Rest der alten deutschen Tugenden, in der schwarzen Kleidung, deren er sich bei bürgerlichen Zusammenkünften bedient; außer denselben beobachtet er die Moden mit, doch mehrenteils ohne Pracht und Eitelkeit, welche nur junge Leute unterscheidet, die einen kaufmännischen Edelmann vorstellen wollen. Beiderlei Geschlecht liebt die Reinlichkeit, besonders in der Wäsche."

An einer andern Stelle heißt es: „Der Hamburger ist die ganze Woche in seinen Geschäften, als wenn er ums Tagelohn arbeiten müsste. Das beständige ernstliche Nachdenken macht den gesetzten Hamburger schon in frühem Alter stille. Er nimmt seine Kopfrechnungen überall mit."

Endlich schreibt er auch noch bei einer andern Gelegenheit: „Der Hamburger ist ein vernünftiger Ehemann ohne übertriebene Zärtlichkeit. Er lässt seine Frau teil an seinem Glücke und Vermögen nehmen, doch seltener an seinem Handlungsgeschäfte."

Von der Hamburgerin meldet er: „Die Hamburger Bürgersrau ist ehrbar, sie stört ihren Mann nicht, beschäftigt sich mit ihrer Haushaltung und weiblicher Arbeit, trinkt fleißig Tee, des Sonntags beobachtet sie den Wohlstand der Visiten, wobei der Quadrille- oder Trisett-, d. h. ein Spieltisch, zum Zeitvertreib herbeigeholt wird."

Die noch heutzutage von ihren Dienstleuten geplagten Hausfrauen wird es interessieren, zu hören, dass schon der edle Griesheim klagt, wie das Gesinde zu seiner Zeit ungenügsam und vorteilsüchtig gewesen und selten auf einer Stelle lange gut getan. „Es isset den ganzen Tag", schreibt er, „und der Bierkrug muss dabei stehen."

Über den Wohlstand und das gute Leben in Hamburg ist viel von Griesheim und Andern geschrieben worden. Ein Buch, „Briefe über Hamburg" betitelt, dessen Autor sich nicht genannt hat und welches 1794 erschien, aber die Verhältnisse und Zustände augenscheinlich aus früheren Tagen schildert, gibt folgendes Bild davon: „Du findest einen dem Reichtume und dem ansehnlichen Erwerbe dieser ersten Häuser der Stadt angemessenen, oft diesen übersteigenden Luxus; du findest elegante Equipagen, eine zahlreiche Bedienung, prächtig möblierte Zimmer, palastähnliche Gartenhäuser und freundschaftliche Mahlzeiten, die jeder fürstlichen und königlichen Tafel Ehre machen würden. Mitten in einer solchen Familie kannst du mehre Tage und Wochen verweilen, ohne von Zerstreuungen und Vergnügungen aller Art auch nur eine Stunde leer zu lassen. Besonders ist der Aufwand der reichen Hamburger in Essen und Trinken äußerst groß, und, wenn man vielleicht Wien ausnimmt, nirgends in Deutschland so weit getrieben. Du verlassest kaum Morgens den Tee- und Kaffeetisch, so erwartet dich ein sehr delikates Frühstück mit den trefflichsten Weinen, mit englischem, holländischem oder Schweizerkäse, und bist du ein Freund vom Teetrinken, welches fast alle Hamburger in einem sehr hohen Grade sind, so steht auch dieser wieder um 12 oder 1 Uhr für dich da, wogegen du aber die Mittagsmahlzeit erst um 3, oft auch um 4 Uhr einnimmst. Nachmittags nach dem Kaffee wird oft wieder eine kleine Kollation von Schinken, kaltem Braten usw. aufgetischt, bis du endlich Abends um 9 oder 10 Uhr zur wohlbesetzten und besonders mit fremden Weinen wohlversehenen Abendtafel eilst."

Der „Patriot", eine hamburgische Wochenschrift der damaligen Zeit, schildert eine Hamburger Mahlzeit in satirischer Art folgendermaßen: „Ich zählte 18 Hauptschüsseln, wobei noch 14 kleine eingeschoben waren: in der Mitte aber ragte ein großer Aufsatz mit allerhand gefärbten Gallerten hervor, welcher zugleich anstatt einer Scheidewand diente, indem man davor die Hälfte der Anwesenden nicht sehen konnte. Die meisten Schüsseln waren pyramidenförmig angefüllt und die Speisen selbst, sowohl als die Zubereitung derselben, so mancherlei, dass ich zweifle, ob Trimalchio bei seinem Feste so kostbare und verschiedene Arten aufstellen können."

Griesheim selbst berichtet: „Die Gäste haben beinahe Not, die Anatomieverständigen zu fragen, ob es nicht möglich sei, da man Haupt- und Nebenspeisen habe, dass man sich nebst dem Hauptmagen auch einen Beimagen anschaffe. Einer kann nicht Alles tragen, und doch muss es sein, sonst beklagt sich das Haus über Verachtung. Morgens um 3 Uhr fährt Alles auseinander, die Dienstboten strecken ihre Hände aus, um die Mahlzeit bezahlt zu nehmen, davon die Herrschaft nichts Anderes einnimmt als die Segenswünsche, dass ihre Umstände so herrlich gewesen, so vornehme Gäste zu haben, welche so wohl zu leben wissen. Das Straßenpflaster schreit indessen und die Häuser der Nachbarn schüttern, wenn die Körper in dem Wagen vorbeigerollt werden. Wer das zum ersten mal erlebt und kommt aus Neapel, der könnte vom Erdbeben einen Traum haben."

Dies ist ein ungefähres Bild von dem materiellen und geistigen Hamburg im achtzehnten Jahrhundert, dessen Literaturleben darzustellen wir uns hier zur besonderen Aufgabe gemacht.

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Wehl, Feodor von Wehl zu Wehlen (1821-1890) Schriftsteller, Journalist und Theaterintendant

Wehl, Feodor von Wehl zu Wehlen (1821-1890) Schriftsteller, Journalist und Theaterintendant

Hamburg Hafenpartie

Hamburg Hafenpartie

Hamburg Brandstwiete 1775

Hamburg Brandstwiete 1775

Hamburg Hafen mit Uferpromenade

Hamburg Hafen mit Uferpromenade

Hamburg Jungfernstieg 1830-1855

Hamburg Jungfernstieg 1830-1855

Hamburg 001 Blick auf die Binnen- und Außen-Alster

Hamburg 001 Blick auf die Binnen- und Außen-Alster

Hamburg 002 Südwestlicher Stadtteil mit dem Blick auf die Unterelbe

Hamburg 002 Südwestlicher Stadtteil mit dem Blick auf die Unterelbe

Hamburg 003 Rathaus und Alsterarkaden

Hamburg 003 Rathaus und Alsterarkaden

Hamburg 004 Kontorhäuser in der Mönckebergstraße

Hamburg 004 Kontorhäuser in der Mönckebergstraße

Hamburg 005 Nikolai-Flet mit Gemüseevern

Hamburg 005 Nikolai-Flet mit Gemüseevern

Hamburg 006 Flet in der Altstadt

Hamburg 006 Flet in der Altstadt

Hamburg 007 Johannisbollwerk am Niederhafen mit Hochbahn

Hamburg 007 Johannisbollwerk am Niederhafen mit Hochbahn

Hamburg 008 Elbhöhe mit Bismarck-Denkmal

Hamburg 008 Elbhöhe mit Bismarck-Denkmal

Hamburg 009 Südöstlicher Stadtteil mit dem Binnenhafen, der Speicherstdt und den älteren Seehäfen

Hamburg 009 Südöstlicher Stadtteil mit dem Binnenhafen, der Speicherstdt und den älteren Seehäfen

Hamburg 010 Elbe im Hafen

Hamburg 010 Elbe im Hafen

Hamburg 011 Segelschiffhafen

Hamburg 011 Segelschiffhafen

Hamburg 012 Werft von Blom & Voß. Im Hintergrund Kohlenschiffhafen und Köhlbrandmündung

Hamburg 012 Werft von Blom & Voß. Im Hintergrund Kohlenschiffhafen und Köhlbrandmündung

Hamburg 013 St. Pauli-Landungsbrücken

Hamburg 013 St. Pauli-Landungsbrücken

Hamburg 014 Freihafen-Lagerhäuser

Hamburg 014 Freihafen-Lagerhäuser

Hamburg 015 Innenansicht eines Kaischuppens

Hamburg 015 Innenansicht eines Kaischuppens

Hamburg 016 Australiakai am Indiahafen mit Doppelkränen

Hamburg 016 Australiakai am Indiahafen mit Doppelkränen

Hamburg 017 Kohlenkipper am Kirchenpauer-Kai

Hamburg 017 Kohlenkipper am Kirchenpauer-Kai

Hamburg 018 Getreideheber im Kuhwärderhafen

Hamburg 018 Getreideheber im Kuhwärderhafen

Hamburg 019 Umschlag im Strom

Hamburg 019 Umschlag im Strom

Hamburg 021 Börse

Hamburg 021 Börse

Hamburg 022 Universitätsgebäude

Hamburg 022 Universitätsgebäude

Hamburg 023 Museum für Völkerkunde

Hamburg 023 Museum für Völkerkunde

Hamburg 024 Gelehrtenschule des Johanneums

Hamburg 024 Gelehrtenschule des Johanneums

Hamburg Uhlmann & Co

Hamburg Uhlmann & Co