Die wundertätige Hostie zu Doberan

Aus: Volks-Sagen, Marchen und Legenden, Band 1
Autor: Büsching, Johann Gustav Gottlieb (1783-1829) deutscher Archäologe, Germanist und Volkskundler, Erscheinungsjahr: 1812
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Sagen und Märchen, Volkssagen, Gebräuche, Sitten, Aberglaube
Zu Doberan, im Kloster, ging im Jahre 1179 ein Bauer zum heiligen Abendmahl und hatte kaum die Hostie empfangen, als er sie auch, unvermerkt, aus seinem Munde nahm, des Willens, sie unversehrt in seine Hütte zunehmen, indem er meinte, seine Herde sollte durch solch Heiligtum, dem jedermann so große Ehre antat, merklich vermehrt werden.

Aber der heilige Schein, der von der Hostie ausging und nächtlich in vielen Lichtern um sein Haus schwebte, verriet ihn und die Geistlichkeit begab sich bald in feierlichem Zuge zu ihm, holte das Sakrament, mit vielen Zeremonien, in das Kloster und große Wunder sind früh und spät durch dieselbe bewirkt worden.

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Das Innere der Kirche zu Doberan.

Das Innere der Kirche zu Doberan.