Der heilige Damm zu Doberan

Aus: Deutsche Sagen: Herausgegeben von Heinrich Pröhle
Autor: Pröhle, Heinrich (1822-1895) deutscher Lehrer und Schriftsteller, Erscheinungsjahr: 1869
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Mecklenburg, Bad Doberan, Ostseebad, Heiligenden Damm, Ostseebad, Meereswellen, Meeresfluten, Ostsee
Zu Doberan, unfern dem Ostsee-Strande, stand ein durch die Frömmigkeit seiner Priester weit berühmtes Kloster. Der Satan hatte schon lange die Vernichtung desselben beschlossen und dachte dieselbe während eines Sturmes auszuführen.

Die Meereswellen peitschten gegen das Land und mit ihrer Hülfe vermeinte er unerhörte Massen von Steinen über das Kloster zu schleudern und mit eins das Gotteshaus und seine Bewohner mit der steinernen Wucht zu erdrücken.

Von dem Toben des Sturmes erwachten die Priester. Die schäumenden Wellen liefen weit in das Land hinein. Das entfesselte Element raste in grimmer Wut. Schon nahte das vernichtende Unwetter dem Kloster, als alle seine Bewohner Hilfe vom Himmel erflehend zum Gebete niederknieten. Wie sie das Zeichen des Kreuzes machten und Gottes Namen inbrünstig anriefen, da war des Satans Macht gebrochen. Ihm entfielen die Steine alle, die das Kloster hatten zerstören sollen.

Diese Steine bedecken heute noch den Strand des herrlich gelegenen Seebades, reichen in weiter Ausdehnung wie eine unterirdische Insel in die See hinein und werden der heilige Damm genannt.

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Der Heilige Damm und die Ostsee.

Der Heilige Damm und die Ostsee.

Das Sommerhaus der Alexandriene.

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Die Kirche - Das Doberaner Münster.

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Der Kamp nach Osten.

Der Kamp nach Osten.