Der Klatthammel in der Rostocker Heide bei Rostock.

Aus: Mecklenburgs Volkssagen. Band 2
Autor: Von E. Wolff, Pastor zu Rövershagen, Erscheinungsjahr: 1862
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Sage, Volkssage, Rostocker Heide, Röwershagen
Vor Zeiten hüteten Hirtenknaben die Pferde des Nachts in der Rostocker Heide. Einige derselben hatten ihren Weideplatz für die Pferde in der Nähe eines Bruches —Sumpfes. — Der Kälte wegen, machen sie sich ein Feuer an.

Um Mitternacht kommt aus dem nahen Bruche immer eine von Wasser triefende Gestalt, welche die Jungens deswegen Klatthammel geheißen haben.

In einer Nacht ist ein Jäger bei ihnen. Jenes Wesen kommt wieder an und wirtschaftet da bei ihnen herum, wovor sie sich nicht mehr gefürchtet haben, weil es ihnen nie etwas zu Leide getan hat.

„Was ist das?" fragt der Jäger.

„Oh, das ist unser Klatthammel”, sagen die Hirtenknaben.

„Wo willst Du Geschöpf hier hin?" sagt der Jäger. „Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes gebiete ich Dir, das Du zur Ruhe gehst!"

„Das wollt ich auch nur hören”, antwortet es, und ist darauf nicht wiedergekommen.

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