Das verwünschte Schloss Mecklenburg bei Fürstenhagen, unweit Feldberg.

Aus: Mecklenburgs Volkssagen. Band 4
Autor: Von F. C. W. Jacoby zu Neu-Brandenburg, Erscheinungsjahr: 1862
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Sage, Volkssage, Schloss Mecklenburg, Fürstenhagen, Feldberg, Carwitzer See
Einer alten Sage nach gab es in der Nähe von Fürstenhagen bei Feldberg ein Schloss Mecklenburg, zu welchem auch unter dem Carwitzer See ein Verbindungsgang führte.
Einmal waren in der Laichzeit zwei Fischer des Nachts auf den Maränenfang aus; sie befanden sich am Verbindungsgraben, als um die Mitternachtsstunde plötzlich zwei weißgekleidete Frauen vor ihnen standen. Aber unerschrocken richteten sie die Frage an dieselben: „Wohin wollt Ihr?"

Die Antwort lautete: „Nach Schloss Mecklenburg!”

„Nun, so geht und hindert uns nicht!" riefen die Fischer ihnen zu, und ohne Aufenthalt sahen sie die Frauen ihren Weg fortsetzen. Ihre Blicke verfolgten sie durch die stille, dunkle Nacht, so weit es irgend gehen wollte. Mit einem Mal wurde es hell; sie sahen deutlich Schloss Mecklenburg in einiger Entfernung vor sich, eine Tür tat sich auf, und die Frauen gingen hinein. Alsbald hörten sie einen furchtbaren Knall, die Tür schloss sich wieder, es wurde finster wie vorher, und Alles war vorbei.

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