Das Handwerkszeug vergessen (Boitzenburg)

Autor: Mündlich vom Krüger aus Wichmannsdorf
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Boitzenburg, Sagen und Märchen, Volksmund
Boizenburg/Elbe ist eine Stadt im Westen des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt ist Verwaltungssitz des Amtes Boizenburg-Land, dem elf Gemeinden angehören, ist selbst aber amtsfrei. (Wikipedia)

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In Boitzenburg war einmal ein Böttcher, den rief es mitten in der Nacht, er solle ins alte Kloster kommen und sein Handwerkszeug mitnehmen, denn dort gäbe es für ihn Arbeit.

Er fand auch alsobald auf und da führte es ihn durch mehrere unterirdische Gänge, bis sie in einen großen Keller kamen, da stand Fass an Fass, alle voll Gold bis zum Rande und die sollte er mit neuen Reifen versehen. Aber es waren ihrer so viel, so viel, dass er sie kaum übersehen konnte; auf einmal erfasste ihn ein Grauen, er ließ sein Handwerkszeug liegen und lief,was er laufen konnte, bis er wieder zu Hause war.

In der folgenden Nacht kam es wieder und brachte ihm sein Handwerkszeug zurück, mit vielem Danke, dass er das da gelassen, denn die Arbeit verstünden sie selbst wohl gut, nur Handwerkszeug hätten sie nicht. Als der Böttcher nun am anderen Morgen aufwachte, da lag ein Handwerkszeug neben dem Bett, und dabei ein großer Haufen Geld, und so war er denn plötzlich ein reicher Mann; aber er wäre noch viel reicher geworden, hätte er die Arbeit selbst getan

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