Christoph, Herzog zu Mecklenburg (1537-1592). Biographie

Allgemeine Deutsche Biographie Bd 4 (1876)
Autor: Fromm, Ludwig (1824-1884) deutscher Historiker, Erscheinungsjahr: 1876
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Christoph, Herzog zu Mecklenburg, vierter Sohn des Herzogs Albrecht VII. von Mecklenburg-Güstrow und der Anna von Brandenburg, wurde am 30. Juni 1537 zu Augsburg geboren und † am 4. März 1592. Er war seit 1554 Administrator des Bistums Ratzeburg und wurde 1555 auch Coadjutor des Erzbischofs Wilhelm von Riga, Markgrafen von Brandenburg, mit der Anwartschaft auf Nachfolge im erzbischöflichen Stuhle. Seine Wahl erregte aber lebhafte Zwistigkeiten, in deren Folge beide, der Erzbischof und sein Coadjutor, am 1. Juli 1556 zu Kockenhusen gefangen genommen wurden. Im Jahr 1557 nach mancherlei Verhandlungen freigelassen, erhielt Christoph zwar am 5. Sept. d. J. die Anerkennung seiner Coadjuterei, vermochte aber, nachdem der Erzbischof Wilhelm am 4. Februar 1563 gestorben, seine Ansprüche auf Nachfolge nicht durchzusetzen. In einem darüber mit den Polen entstandenen Kampfe wurde er am 4. August des Jahres abermals gefangen genommen und kam erst im Jahr 1569 frei, nachdem er allen seinen Ansprüchen entsagt hatte. Er lebte nun in Mecklenburg von den Einkünften einiger Ämter und kaiserlichen Wartegeldern. Am 27. Oktober 1573 vermählte er sich mit des Königs Friedrich I. von Dänemark Tochter Dorothea, geb. 1529, und nach deren am 11. November 1575 erfolgten Tode am 7. Mai 1581 mit Elisabeth, geb. 1549, einer Tochter des Königs Gustav I. von Schweden, welche 1597 starb.

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