Adolf Friedrich I., Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658). Biographie

Allgemeine Deutsche Biographie Bd 1 (1875)
Autor: Fromm, Ludwig (1824-1884) deutscher Historiker, Erscheinungsjahr: 1875

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Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Schwerin, 1588-1658, Ratzeburg, Mirow, Adolf Friedrich I., westphälischer Friede, Warnemünde
Adolf Friedrich I., Herzog von Mecklenburg-Schwerin, geb. 15. Dezember 1588, Sohn des Herzogs Johann VII. und der Sophie, Herzog Adolfs von Holstein Tochter, regierte seit 16. April 1608 gemeinschaftlich mit seinem Bruder Johann Albrecht II. in Mecklenburg-Schwerin, seit 22. Juli 1610 auch in Güstrow. Landesteilung 1621: ersterer erhielt Mecklenburg-Schwerin. Beide traten 1623 dem Defensiv-Bündnis der niedersächsischen Kreisstände bei, suchten sich im Kriege neutral zu verhalten, unterstützten aber heimlich die dänischen Truppen des Königs Christian, wurden deshalb von den Kaiserlichen unter Tilly nach dem Siege bei Lutter als Feinde behandelt. 19. Jan. 1628 stellte der Kaiser auf dem Schlosse Brandis in Böhmen eine Urkunde aus, durch welche er die Herzoge ihres Landes entsetzte und Wallenstein zunächst unterpfändlich, am 16. Juni 1629 erblich mit demselben belehnte. Im Mai 1628 verließen sie, von jenem gedrängt, das Land, in welches sie nach seinem Sturze im Mai 1631 mit Hülfe der schwedischen Truppen zurückkehrten. Sie mußten den Schweden hierfür vorläufig Wismar mit der Insel Poel und dem Amte Neukloster und Warnemünde abtreten, welche Landesteile, außer Warnemünde, dieselben definitiv durch den westphälischen Frieden 1648 erhielten, wogegen Herzog Adolf Friedrich I. in den Besitz der Bistümer Schwerin und Ratzeburg, als nun weltlicher Fürstentümer, und der Johanniter-Comthurei Mirow gelangte. Adolf Friedrich I. starb am 27. Febr. 1658.

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