Zum mecklenburgischen Schiffbau 1862

Eine Brigg aus Ribnitz für die Wolga
Autor: Redaktion, Revue der Landwirtschaft 1862, Erscheinungsjahr: 1862
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg, Schiffbau, Ribnitz, Rostock, St. Petersburg, Newa, Wolga
Das Schiff wird auf der Newa, über Petersburg durch den Ladoga-See und die Kanäle in die Wolga gehen.
Am 15. März 1862 lief von der Werft des Schiffsbaumeisters H. Wilken in Ribnitz die Brigg „Warnow“ (geführt von dem Kapitän Wilh. Lubs aus Dierhagen) vom Stapel. Das Schiff hat eine Länge im Kiel von 81 Fuß, wird ca. 110 Rost. Weizenlasten tragen und fährt unter Korrespondenz von L. Burchard & Sohn in Rostock. Am 24. März wurde in Rostock auf der Werft des Herrn A. Tischbein das eiserne Räder-Dampfschiff „Uslow“ vom Stapel gelassen, welches für Rechnung eines Kasan'schen Hauses gebaut ist, und die Bestimmung hat, auf der Wolga zu fahren, um dort namentlich als Schlepp- und Fähr-Schiff zu dienen. Das Schiff wird auf der Newa, über Petersburg durch den Ladoga-See und die Kanäle in die Wolga gehen. Es hat eine Länge von 120 Fuß und eine Breite von 16 Fuß und erhält oszillierende Maschinen von 40 Pferdekraft, die gleichfalls aus der Maschinenfabrik des Herrn A. Tischbein hervorgegangen sind. Am 13. Mai machte es eine Probefahrt nach Warnemünde und in die See mit sehr günstigem Erfolge.

Am 23. April wurden in Rostock zwei Schiffe vom Stapel gelassen. Auf der Werft des Hrn. Schiffsbaumeisters Rickmann lief eine noch unbenannte Brigg ab, welche 96 Fuß Kiellänge, 27 ½ , Fuß Breite und 12 ½ , Fuß Tiefe hat und ca. 140 Rostocker Lasten tragen wird. Das Schiff steht unter Korrespondenz des Herrn R. V. Beselin und wird vom Kapt. Dan. Langhinrichs geführt werden. Auf der Werft des Herrn Möller wurde die Brigg „Emma Bauer“, Kapt. C. H. Falck, ca. 140 Last groß, vom Stapel gelassen. Korrespondenten für dieses Schiff sind die Herren Bauer & Capobus.

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