Tafel 464 - Wappen mit zwei Landsknechten, in reicher Tracht als Schildhalter. 1514

Aus: Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften vom frühen Mittelalter bis Ende des Achtzehnten Jahrhunderts – Band 7
Autor: Hefner-Alteneck, Jakob Heinrich Dr. von (1811-1903) Museumsdirektor, Altertumsforscher, Kunst- und Kulturhistoriker, Zeichner und Radierer, Erscheinungsjahr: 1886
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mittelalter, Deutschland, Sittenbilder, Sittengeschichte, Ritter, Turnier, Trachten
Ölgemälde, darstellend ein Wappen mit zwei Landsknechten, in reicher Tracht als Schildhalter, seiner Zeit im Besitz des H. Gran zu Darmstadt.

Es trägt die Aufschrift: „Joachum Rotmund in dieser Gestalt war 23 Jahr alt“, alsdann das Monogramm des Malers, eine Eule und die Jahreszahl 1514, ist auf Holz gemalt, 0,56 hoch und 0,40 breit.

Ohne Zweifel bildete dieses Gemälde den Schieber, womit einst das mehr vorhandene Bildnis des genannten jungen Mannes, dessen Wappen hier dargestellt ist, verschlossen wurde. – Nach einer sehr verbreiteten Sitte des XV. und XVI. Jahrhunderts wurden die Bildnisse durch einen Schuberdeckel geschützt, auf welchem sich das Wappen der betreffenden Persönlichkeit befand. So hat u. A. das berühmte Gemälde von Albrecht Dürer, „Hieronymus Holzschuher“ darstellend, jetzt im Museum zu Berlin, ein Schieber, worauf sich das Holzschuherische Wappen befindet, welches durch die zeit sehr gelitten, vielleicht nicht ursprünglich von der Hand Dürers selbst, doch nach der Zeichnung diese Meisters hergestellt war, wofür noch eine vorhandene Federzeichnung Albrecht Dürers spricht.

Das vorliegende Bildwerk bietet durch Stilisierung des Wappens und die Tracht der Landsknechte besonderes Interesse.

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Tafel 464 Ölgemälde, darstellend ein Wappen mit zwei Landsknechten, in reicher Tracht als Schildhalter 1514

Tafel 464 Ölgemälde, darstellend ein Wappen mit zwei Landsknechten, in reicher Tracht als Schildhalter 1514

043 Landsknechtslager

043 Landsknechtslager

Deutsche Landsknechte, Dr. Fr. Blau. 1882

Deutsche Landsknechte, Dr. Fr. Blau. 1882