Mit Goethe durch die Schweiz

Ein Wanderbuch
Autor: Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832) Dichter, Schriftsteller und Staatsmann, Erscheinungsjahr: 1913
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Johann Wolfgang von Goethe, Wanderungen, Reisebeschreibungen, Reisegesellschaft, Reisegefährten, Herzog Karl August, Frau von Stein, Levanter, Merck, Schweiz, Alpen, Rhein, Frankfurt, Samuel Wyttenbach
Ein Wanderbuch. Mit Handzeichnungen Goethes und noch nicht veröffentlichen Aquarellen und Kupferstichen aus der Kunstsammlung der Museums in Basel. Herausgegeben und Eingeleitet von Eugiene Benisch-Darlang

„Mir ist’s wohl, dass ich ein Land kenne, wie die Schweiz ist;
nun geh’ mir’s, wie’s wolle, hab’ ich doch immer da einen Zufluchtsort.“


Goethe an Frau Laroche.
27. Juli 1775.


          Einleitung.

Im vergangenen Sommer stieg ich von Göschenen aus über die Teufelsbrücke den Gotthard hinan. Da dachte ich an Goethe. Noch immer zieht er über den Gotthard, noch immer sehen wir ihn im fliegenden Mantel bergan klimmen und wie im Nebel mählich verschwinden. Etwas Inniges aus unserer Seele geht ihm nach. Ein Hauch bleibt auf allem, wo ein solcher Mensch seinen Weg unterbrach. Er gibt Bergen, Wolken, Wäldern und Fernsichten, dem Ton der Glocken, den Häusern Farbe und Laut. Stets wie unter einer Erinnerung schaut und erlebt man, wenn wir dahin kommen. In der Ferne sehen wir immer noch Goethe gehen und überall erwartet man Begegnisse. Es handelt sich um geistige Wirklichkeiten, aber wir treffen doch nur den Goethe, den wir selber im Herzen mitbringen. So werden Landschaften und Städte heilig gesprochen, die sich mit großen Menschen verbunden haben und die von da ab goldene Brücken spannen über Tod und Vergehen. Es sind Brücken der Sehnsucht. .... Dreimal war er da oben auf der Passhöhe in der wilden Einsamkeit der düsteren Berge, die sich ringsum türmen, in der gänzlichen Verlassenheit, der randlosen Stille, die nur das Tosen der stürzenden Wasser unterbricht. Schnee und Sturmwind und finstere, schwere Wolken haben da ihre Heintat, in dieser öden Traurigkeit. Als Goethes Naturgefühl das erstemal diese trostlose Einsamkeit angstvoll erlebte, war seine Seele voll Grauen. „Öde wie im Tal des Todes - mit Gebeinen besät .... Das mag das Drachental genannt werden“ erzählt er davon. Eine unnennbare und drängende Sehnsucht zurückzukehren erfasst ihn, alles was menschlich, schön und warm ist, ruft ihn und er enteilt den Schauern dieser Todeseinsamkeit, wo die Wege sich an Felsenwände drücken. Es ist wie eine Flucht zum Leben zurück, wie eine Flucht aus einer Natur, die er noch nicht fassen kann, und damals lockte das Leben gar innig mit den Rosen der Liebe - er war mit Lili Schönemann verlobt.
Dreimal, sogar viermal bereiste Goethe die Schweiz, wenn man die wenigen Tage dazurechnet, an welchen er bei seiner Rückkehr aus Italien da weilte. 1775 mit den Grafen Stollberg und Haugwitz 1779 mit Herzog Karl August von Weimar und dem Kammerherrn von Wedel und, im Frühling 1788 bei der Heimkehr nach Deutschland. Im Jahre 1797 kam er das letzte mal in die Bergeinsamkeit der Schweizer Alpen, und die Lieblichkeit der Natur, die Größe und Erhabenheit der Szenerien übten noch immer einen großen Zauber auf den fast Fünfzigjährigen. Erst auf dieser Reise, der letzten, nahm er die Schweiz auch „gewissermaßen naturwissenschaftlich“ in Beschlag. Nicht mehr der reine Naturgenuss und tiefe Landschaftserlebnisse allein durchdrangen ihn. Er fing nicht mehr das Gesehene nur durch das Gefühl ein, das naturkundliche Interesse drängte ihn. Die Lösung wissenschaftlicher Probleme beschäftigt seinen Sinn ununterbrochen, so dass scharfes Sehen und Einordnen am Ende über die ästhetischen Eindrücke siegen und dieselben gewiss auch abschwächen. In seinem Alter betrachtete er deshalb die ersten Schweizer Reisen fast als verlorene Stunden, so groß waren der Wissensdrang und die Macht zum kritischen Sehen, die ihn in späteren Jahren erfüllten .....

Der 12. Mai des Jahres 1775 führte die Dichter des Hainbundes, die Brüder Christian und Friedrich Leopold Grafen von Stollberg, auf einer Reise in die Schweiz nach Frankfurt. Sie trafen da mit Graf Kurt von Haugwitz zusammen und befreundeten sich auch bald mit Goethe, dem sie enthusiastisch anhingen. Graf Christian schrieb über ihn an Voß: „Er ist ein gar herrlicher Mann. Die Fülle der heißen Empfindung strömt aus jedem Wort, aus jeder Miene. Er ist bis zum Ungestüm lebhaft, aber auch aus dem Ungestüm blickt das zärtlich liebende Herz hervor.“ Rasch standen sie in innigem Verkehr mit dem Hause Goethe und verbrachten da manche tolle, heitere Stunde. Die Brüder Stollberg waren in ihrer Sturm- und Drangzeit und voll jugendlichen Übermutes. Ihre Äußerungen von Tyrannenhass und revolutionärem Ungestüm setzten Frau Aja, wie sie Goethes Mutter nannten, gar sehr in Erstaunen. So reden hörte sie zum ersten Male.

Da sprachen sie auch von der Reise nach der Schweiz. Sie wollten den neuen Freund gerne mithaben. Mit Sorge sah die Mutter diese Pläne reifen. Der kraftgeniale Zug der ganzen Gesellschaft gefiel ihr nicht. Aber dass auch ein stiller und vornehmer Mensch wie Graf Haugwitz (der ja noch jünger war als ihr Sohn) mittat, das beruhigte sie. Auch der Vater stimmte zu. Er hoffte in tiefster Seele, auf diesem Weg seinen Sohn nach Italien zu bringen. Ein Aufenthalt in diesem Lande schien ihm für dessen seelische Entwicklung bedeutsam.

Und der Dichter selbst ergriff diese Aufforderung rasch und willig, denn die Fessel der Verlobung mit Lili drückte ihn gar arg und er wollte versuchen, ob er seine Braut entbehren könnte. „Ich muss fort, in die freie Welt“ hatte er schon vorher an Herder geschrieben. So verließen die Freunde am 15. Mai 1775 Frankfurt. In Wertherkleidern .....

Die Mitteilungen über diese Reise sind erst später geschrieben. Wir kennen nur als Anhaltspunkte die Niederschrift der Lieder aus dieser Zeit und Tagebuchaufzeichnungen*), worin oft in wenigen flatternden Worten Stimmungen und Eindrücke von Gesehenem festgehalten sind. Hingesetzt in der Sprache der Eile.

*) Goethes Tagebuch, Weimarer Ausgabe.

Diese wenigen Notizen sind aber von hoher Bedeutung für die Erkenntnis seines Sehens und seiner Erlebnisverarbeitung. Die ausführliche Erzählung in Dichtung und Wahrheit, die aus diesen Tagebuchblättern hervorging und auf ihnen ruht, ist die Erinnerung an diese Reise. Sie hat allerdings einige fehlerhafte Angaben, sowohl im Datum, als auch in der Fixierung des Zusammentreffens mit seinen Reisegenossen.

Was als „Briefe aus der Schweiz“ (Erste Abteilung) vor uns liegt, ist mehr ein Spiegel von Goethes damaliger Stimmung als wirkliche Reiseerzählungen. Er empfand in dieser Zeit den Druck der Gesellschaftspflichten wie eine schwere Last und war oft gereizt und unzufrieden, es riss ihn sein Temperament nach allen Seiten. In ihm war eine Abwehr gegen seine zukünftigen Pflichten, ein Wegdrängen von dem Leben in der Heimat. Er beneidet die Handwerker um die Beschränkung ihres Lebens und um die engen Grenzen ihrer Tätigkeit, die sie wohl mit Liebe, aber ohne Hast, ohne allzu viel Denkens ausüben. Eine unklare Sehnsucht nach der Natur lebt in seiner Seele, aus ihr entstehen manche Reflexionen, die er niederschreibt. Seine Liebe zu ihr ging den Weg durch die Kunstwerke, die er sah. Der Zusammenhang von Kunst und Natur beschäftigt ihn viel, Aussprüche darüber kreisen in seinem Sinn, und doch werden alle Eindrücke, alle Stimmungen unterbrochen durch die immer wiederkehrende Erinnerung an Lili. In der Liebe zu ihr hat alles sein Ziel, er schreibt Verse für sie nieder, wo er auch ist. Denken und Fühlen sind ein ewiges Schwanken zwischen schönen, mannigfachen Naturerlebnissen, bunten Reisebildern und der Sehnsucht nach der Geliebten. Seine Seele ist wie eine Magnetnadel, die nicht zur Ruhe kommt. Auf das dichterische Schaffen Goethes wirkte diese Reise eigentlich wenig, außer einigen Liedern und Gedichten ist nichts da, was darauf hinweist. Doch finden sich manche Spuren von nachhaltigen Anregungen, die geblieben sind. „Von meiner Reise in die Schweiz hat die ganze Zirkulation meiner kleinen Individualität viel gewonnen“, sagt er selbst. Aus dieser Zeit stammt wohl die erste Neigung zum Zeichnen nach dem Nackten und zu Studien über Anatomie. Er will den Gliederbau des menschlichen Körpers näher kennen lernen, um dadurch Eindrücke, die ihm vom Leben oder von Bildern kommen, besser aufnehmen zu können.

Bei Goethe sind in der Zeit der ersten Reise die Liebe zur Natur und das Aufquellen der Empfindungen durch ihren Anblick randlos, unendlich, noch nicht bestimmt, unbeschreibbar. Manchmal verwirrt sie ihn, macht ihn erschauern durch die Größe der Szenerie und durch die unendliche Einsamkeit und Düsterheit der Bergeshöhen, so dass er nichts niederschreiben kann. Er war damals noch nicht reif, die grandiose Erhabenheit und massive Architektur des Hochgebirges mit seinen strahlenden Gletschern zu erleben, ob ihn gleich unbewusst sein innerstes Gefühl zu ihr hinzog. Erst später fühlte er die geheimnisvollen Fäden, die ihn mit der Erde verbanden, sein Empfinden wurde klarer und es überkam ihn größere Ruhe. Auch ins Dichterische wandelten sich ihm dann diese Eindrücke und wir finden in seiner Lyrik, im Werther und Faust manches, das auf die Schweizer Reisetage zurückgeht. Was seine Seele beim Anblick des Rheinfalles bei Schaffhausen empfand, ist in der „dritten Wallfahrt nach Erwins Grabe“ wiedergegeben. Von einer lustigen Fahrt am Züricher See stammen Vierzeilen, deren zweiter Vers deutlich in der Kneipszene im „Faust“ widerklingt, die Goethe ein Vierteljahr später aufs Papier bringt. Im dritten Vers von „Mignons Lied“ fühlen wir die Schauer und das Grauen der trostlosen Öde auf dem Gotthard. Erinnerungen an die Berge durchzittern die Verse, die er später für Lili in ein Widmungsexemplar der „Stella“ schreibt:

Im holden Tal auf schneebedeckten Höhen
War stets dein Bild mir nah;
Ich seh’s um mich in lichten Wolken wehen,
Im Herzen war mir’s da.


Tiefen und lang dauernden Eindruck auf den Dichter machten die Menschen, die er auf der Reise kennen lernte und denen er näher trat. Das war besonders in Zürich. Als er dort ankam, betrat er kaum den Gasthof „zum Schwert“, wo er wohnen sollte. Alles zog ihn zu seinem Freunde Johann Kaspar Lavater, dem Pfarrhelfer an der Waisenhauskirche. In den folgenden Tagen blieb er auch bei ihm. Im Hause in der Spiegelgasse, jetzt Nr. 11. Dasselbe trägt die Aufschrift „.Zum Waldries 1740“ und eine Gedenktafel an Lavater und Goethes Aufenthalt.

Goethe und Lavater waren verschiedene Menschen, aber trotzdem konnte er sich der Einwirkung dieser großen, vielbewegten Seele nicht entziehen. Lavater war Persönlichkeit. Damals war die Zeit der enthusiastischen Freundschaftshingabe. Ein Überschwang an zärtlichen Gefühlen durchwehte alle Herzen, es war, als trüge die Luft die Zärtlichkeiten einander zu und man fand sich rasch. Über manchem Tagebuchblatt liegt der Duft der fernen Züricher Tage. Im Kreise Lavaters fühlte er sich unendlich wohl. Es waren feinsinnige, geistvolle Menschen, die sich da zusammengefunden hatten: Die kluge Bäbe Schultheß, des Gelehrten Amtsgenosse und Famulus, J. R. Pfenninger, sein jüngerer Bruder Dr. Diethelm Lavater, Heinrich Lips der siebzehnjährige Zeichner und zwei junge Frankfurter, der Theologe Passavant und der Musiker und Komponist Kayser, zu denen sich später noch Goethes Jugendfreund Maximilian Klinger gesellte. Mit Bäbe vereinte ihn bald warme Freundschaft, er schenkte ihr inniges Vertrauen und die „Herzliche“, so nannte sie der Dichter, blieb ihm bis zu ihrem Tode treu ergeben.

Auch mit Bodmer trat er in Verbindung, doch kamen die Besuche nicht über konventionelle Artigkeiten hinaus. Der Höhepunkt war und blieb für Goethe nur Lavater. Viele Stunden des intimsten Gedankenaustausches verband die Freunde immer inniger, und der Dichter trennte sich nur, um auf seiner Rückreise diesen noch einmal zu grüßen und sich ihm zu widmen. Nach etwa zehn Tagen, in Zürich verbracht, trat er die Heimreise an. Voll von vielen schönen Eindrücken, aber ohne jegliche Schwärmerei für die Schweiz und für ihre Freiheit. Er selbst hatte sie dort auch nicht gefunden. Immer noch trug er die Fesseln der Liehe, des Verlöbnisses.

In Straßburg, beim Anblick des Münsters, ruft er aus: „Wie viel Nebel sind von meinen Augen gefallen und doch bist du nicht aus meinem Herzen gewichen, alles belebende Liebe! .... Du (der Münster) bist Eins und lebendig, gezeugt und entfaltet, nicht zusammengetragen und geflickt. Vor dir, wie vor dem schaumstürmenden Sturze des gewaltigen Rheins, wie vor der glänzenden Krone der ewigen Schneegebirge, wie vor dem Anblick des heiter ausgebreiteten Sees, deiner Wolkenfelsen und wüsten Täler, grauer Gotthard! Wie vor jedem großen Gedanken der Schöpfung wird in der Seele reg, was auch Schöpfungskraft in ihr ist. In Dichtung stammelt sie über, in kritzelnden Strichen wühlt sie auf dem Papier Anbetung dem Schaffenden, ewiges Leben, umfassendes, unauslöschliches Gefühl des, das da ist und da war und da sein wird.“ und ein tiefes Glück erfasst ihn, als seine Blicke sich „vaterlandswärts“, „liebwärts“ wenden und die Heimat wieder grüßen können.

Am 24. Juli 1775 kehrte Goethe nach Frankfurt zurück. Er fand Lili „schöner, reifer, tiefer“ wieder, jedoch er gibt den Kampf nicht auf. Er türmt Arbeit wie eine Wand, um sich zu schüren, aber vergebens. Es ist alles Liebe und immer wieder Liebe und tiefstes Sehnen, was er schreibt: die Übersetzung des „Hohenliedes Salomonis“, die Gretchentragödie im „Faust“ und der Beginn des „Egmont“.

Und doch, als er in Straßburg den vielbewunderten Arzt und Schriftsteller Zimmermann aus Hannover besuchte und der ihm unter anderem auch einen Schattenriss der Frau von Stein zeigte, ließ ihn der Anblick dieses Bildes drei Tage nicht zur Ruhe kommen. Fühlte er vielleicht damals schon den Schimmer der neuen Morgenröte, die für ihn kommen sollte?

Goethe siegte endlich in dem Kampfe gegen die Fesseln seiner Freiheit und löste sein Verlöbnis mit Lili Schönemann im September 1775. Im November desselben Jahres folgte er einer Einladung des Herzogs Karl August und trifft am siebenten des Monats in Weimar ein, um dort als Gast einige Zeit am Hofe zu verweilen. Der Besuch wird zum bleibenden Aufenthalt, und der Herzog ernennt den Dichter am 11. Juni 1776 zum Geheimen Legationsrat mit Sitz und Stimme im Konseil [Staats-, Ministerrat, Ratsversammlung].

Trotz aller gesellschaftlichen Pflichten und Zerstreuungen, trotz des Widerspruchsvollen seiner inneren Schicksale und manches unhaltbaren wird Goethes Wesen geklärter und gefestigter, er wird zum Manne, der, sich selbst prüfend, der Vollendung naht. Er reist auch ethisch. Das war in den Tagen, als er Frau von Stein näher trat, die einen tiefen Einfluss auf sein Gemüt gewann. Ihre Liebe lag wie Sonnenglanz auf seinem Leben und brachte ihm den Rausch eines inneren Glückes ... „ich habe alles, was ein Mensch verlangen kann“ ..., erzählt er seiner Mutter. Seine Arbeit hielt ihn festgebunden. Die Sitzungen des Konseils versäumte er selten, es gab für ihn fast keine Unterbrechung seiner Tätigkeit. Er verreiste meist nur dienstlich und widmete seiner Erholung wenig Zeit. Nur einmal, als der Herzog mit seinem Gefolge zur Jagd zog, wanderte Goethe Ende November 1777 in den Harz. Da erwachte in ihm die unendliche Liebe zur Natur, er fühlte den Zusammenhang mit ihr und durch sie mit dem Wesen aller Wesen, dem Göttlichen. Und als ein anderer kehrte er heim. Mitten im rauschenden glänzenden Hofleben wurde er einsam, sein Auge begann in seine eigene Seele zu schauen. „Jetzt leb’ ich mit den Menschen dieser Welt und esse und trinke, spaße auch wohl mit ihnen, spüre sie aber kaum, denn mein inneres Leben geht unverrücklich seinen Gang“ notierte er im Dezember des nächsten Jahres in sein Tagebuch. Er begann nach innen zu leben. Die Schweizer Reise im Jahre 1779 mit dem Herzog, „Geniereise“ genannt, vollendete diese Entwicklung bei Goethe. Er beabsichtigte auch Karl August aus dem nichtigen Hofleben und von manchen drohenden Gefahren loszulösen, und hoffte in dem innigen Zusammensein mit der Natur und in der Einsamkeit der Schweizer Berge das gegenseitige Verhältnis zu einander aufzufrischen und intimer zu gestalten. Natur und Landschaft als erzieherische Hilfen! Man könnte diese Wanderung fast eine pädagogische Reise nennen. Ihre Nachwirkung zeigte sich bei Herzog Karl August in der würdigen Auffassung seiner Pflichten als Regent und Mensch.
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832) Dichter, Schriftsteller und Staatsmann

Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832) Dichter, Schriftsteller und Staatsmann

Ansicht der Brücke und des Schlosses von St. Maurice

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Ansicht von Prieuré und des Tales von Chamonix

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Badeszene aus Leukerbad

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Stadtansicht Bern

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Ansicht auf Bern

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Der Wasserfall Pisse Vache im Wallis

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Die Petersinsel im Bielersee

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Fribourg mit dem Haus der Jesuiten

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Stadtansicht Fribourg

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Stadtansicht Genf

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Genf

Genf

Genfer See und seine Umgebung im Norden 1780

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Lausanne

Lausanne