Mecklenburgs Handel 1842

Aus: Grundriss der Geographie in fünf Büchern
Autor: Berghaus, Heinrich Karl Wilhelm Dr. (1797-1884) Geodät und Kartograph, Erscheinungsjahr: 1842
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Handel, Rostock, Wismar, Seehäfen, Warnemünde
Durch seine Lage zwischen der Ostsee und Elbe begünstigt, treiben die beiden Mecklenburg einen ansehnlichen Handel mit dem Auslande, dessen Resultat für Schwerin allein auf 4 Mill. Thaler geschätzt wird. Die landwirtschaftlichen Produkte sind es fast ausschließlich, die diesen Ertrag gewähren: Getreide, Pferde, Rindvieh, Hülsenfrüchte, Raps, Wolle, Butter und Käse. Güstrow und Neubrandenburg sind die großen Wollmärkte des Landes, Fürstenberg ein Stapelort für Butter, Alt-Strelitz ein großer Pferdemarkt.

Auf der Seeseite sind Rostock und Wismar die bedeutendsten Handelsplätze, ganz besonders ist Rostock der Mittelpunkt des auswärtigen Handels, wo über 100 große Kaufmannshäuser Geschäfte in Korn und den übrigen landwirtschaftlichen Produkten treiben. Über 1.600 Schiffe laufen in den mecklenburgischen Häfen Warnemünde und Wismar jährlich aus und ein, davon 2/3 in Warnemünde, dem Hafen von Rostock. Mecklenburgs Reederei beschäftigt 250 Seeschiffe. Erst der neuesten Zeit ist es vorbehalten geblieben, dass der Binnenverkehr durch Kunststraßen befördert wird.
Rostock, Giebelhäuser bei der Nikolaikirche

Rostock, Giebelhäuser bei der Nikolaikirche

Rostock, Universität

Rostock, Universität

Wismar, Alter Schwede

Wismar, Alter Schwede

Wismar, Marktplatz

Wismar, Marktplatz

Wismar, Rathaus

Wismar, Rathaus

Wismar, Wassertor

Wismar, Wassertor