Mecklenburg - Güstrow, altertümliche Stadt, mit den Gräbern der Mecklenburg- Schwerin’schen Herzöge

Aus: Deutschland und die Deutschen. Band 2
Autor: Beurmann, Eduard (1804-1883) deutscher Advokat, Journalist und Redakteur, Erscheinungsjahr: 1839
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Mecklenburg-Schwerin, altertümliche Stadt, mit den Gräbern der Mecklenburg- Schwerin’schen Herzöge, Advokaten, Pferderennen, Graf Hahn-Hahn, Wollmarkt, Schafschau
Güstrow ist eine schwarze, altertümliche Stadt, mit den Gräbern der Mecklenburg- Schwerin’schen Herzöge. Belebt ist Güstrow vorzüglich durch Jurisprudenz und Advokaten: Hier hat eine Justiz-Kanzlei ihren Sitz und ein Hofgericht, und ein Herr von B. bemerkt mir, als in der „Stadt Hamburg“, am Wall, die große Table d'hôte dergestalt von dem Rechte okkupiert war, dass wir nur mit Mühe ganz unten einen Platz erhielten: „Wo ein Aas, da versammeln sich die Adler.“ Auch zeigte man mir hier einen solchen Adler, den Advokaten Ph. K., der aus einem weitverzweigten hochadeligen Konkurse ein Vermögen von 200.000 Thlrn. erbeutet hatte, indem man hinzufügte: „der Mensch hatte vor dem Konkurse keinen heilen Stiefel anzuziehen.“ Übrigens ist Güstrow ein recht geselliger Ort, besonders zur Zeit des Pferderennens, der Schafschau und des Wollmarktes, wo die Noblesse in der Begeisterung für die Pferde und Schafe sich auch unter die bürgerlichen Preisbewerber und Käufer mischt. Der frühere Gemahl der Gräfin Ida Hahn-Hahn, die nach der Scheidung den Pegasus bestieg, soll die edelsten und teuersten Tiere zum Wettrennen bringen.

Außer in Güstrow finden auch in Doberan und Neubrandenburg Wettrennen Statt.

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Güstrow im Jahre 1632.

Güstrow im Jahre 1632.

Güstrow - der Dom.

Güstrow - der Dom.

Güstrow - der Markt.

Güstrow - der Markt.

Güstrow.

Güstrow.