Die Seeräuber im Mittelalter

Aus: Unterhaltungen am häuslichen Herd. Herausgeber: Gutzkow, Karl. Neue Folge . Band 5
Autor: Asmus, Heinrich (?), Erscheinungsjahr: 1860
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Seeräuber, Hansabund, Hansestädte, Lübeck, Hamburg, Reformationszeit, Seekrieg, Kaperbrief, Stralsund, Mittelalter, Bukanier, Flibustier, Vitalianer, Piraten, Kauffahrteischiffe, Bruderschaft, Beute, Gleichteilung, Schadloshaltung, Störtebeker,
Die Unsicherheit, welche im Mittelalter auf dem Meere herrschte und die wir in dem Artikel: „Die Deutschen zur See im Mittelalter“, nur flüchtig andeuteten, war fast ebenso mächtig wie die deutsche Schifffahrt selber.

Wir könnten nachweisen, dass allein in Lübeck seit seiner Erbauung bis zur Reformation, also in kaum 400 Jahren, über 20.000 solcher Sünder der Stab gebrochen und es gar nichts Seltenes war, dass an einem Tage 30 — 40 dem Büttel übergeben wurden.

Die Seeräubereien begannen schon sehr früh und riefen eigentlich den Hansabund hervor (1241). In den älteren Zeiten freilich konnte es nur im Mittelländischen Meere Seeräuber geben, da hier nur Beute zu machen war; viel später erst, als in der Ost- und Nord- und Südsee die Schifffahrt lebhafter wurde, stellten sich auch hier Seeräuber ein, die bald unter dem Namen „Bukanier“ „Flibustier“ und „Vitalianer“ durch ihre Verwegenheit Schreck und Furcht verbreiteten. Die Flibustier hatten ihren Hauptsitz auf der Insel St.-Christoph (Kleine Antillen), die Bukanier den ihrigen auf St.-Domingo; letztere machten anfangs nur Jagd auf Rinder. Der Ort, wo sie die erbeuteten Tiere einsalzten oder räucherten und die Häute trockneten, hieß Bukan, und davon leitet sich ihr Name ab; unter sich nannten sie einander „Matelot“. Es herrschte unter ihnen die strengste Gütergemeinschaft und der Überlebende beerbte den Verstorbenen. Jeder konnte sich aus dem unverschlossenen „Bukan“ ohne Umstände holen was er bedurfte. Sie nannten sich zwar Christen, befolgten aber die christlichen Lehren nicht. Wer einer der Ihrigen werden wollte, musste seinem Familiennamen entsagen. Ihre Kleidung war ungemein einfach; sie bestand in einem groben Hemde, ähnlichen Beinkleidern und Schuhen von Schweinshäuten; den Kopf bedeckten sie mit einem runden Hut. Ihre Waffen bestanden in einigen Messern, einem sehr kurzen Degen und einer langen Flinte. Bisher lebten die Bukanier sehr ruhig, behelligten niemand und lebten von der Jagd; als es aber den Spaniern einfiel, sie aus ihrem Hauptsitze zu vertreiben, kämpften sie zwar todesmutig, mussten aber dennoch, aus andern Gründen, ihren Wohnplatz verlassen und ein anderes Gewerbe ergreifen: sie verbanden sich mit den Flibustiern und wurden den Spaniern sehr bald als Seeräuber gefährlich.

Der Name „Flibustier“ ist verstümmelt und von dem englischen Worte „Freebooter“ abzuleiten. Diese Freibeuter waren verwogene Gesellen. Sie griffen die größten Kauffahrteischiffe in ihren kleinen Nussschalen an und wussten sich gar bald durch Eroberung von Schiffen, wobei sie weder auf die Zahl der feindlichen Kanonen, noch auf die der Mannschaft sahen, furchtbar zu machen. Nur eins stand bei ihnen fest: sie wollten siegen — und siegten. Der Wille steht höher als der Glaube. Die Wegnahme der Schiffe geschah ohne Ausnahme durch Entern; hatten sie auf einem Schiffe erst Fuß gefasst, so war dasselbe erobert. Ihr Reglement musste jeder bei der Aufnahme beschwören. Obenan stand die Gleichheit. Wer ein Mädchen oder eine Frau verkleidet aufs Schiff brachte, war dem Tode verfallen, gleiche Strafe erlitt derjenige, welcher seinen Posten während eines Gefechtes verließ oder desertierte. Der Diebstahl zog die Verbannung nach sich, wobei man ihm eine Flinte, etwas Pulver und Blei und eine mit Wasser gefüllte Flasche gab. Die Notzucht, Trunkenheit, der Ungehorsam gegen Obere wurde mit dem Ausschlusse des Beuteanteils bestraft. Streitigkeiten wurden durch Duelle am Lande geschlichtet, auf den Schiffen durften sie nicht stattfinden. Jeder Verwundete (bei Angriffen) erhielt eine Schadloshaltung. Der Verlust des rechten Armes trug 600, des linken Arms oder des rechten Beins 500, des linken Beins 400, eines Auges oder Fingers 100 spanische Thaler ein. Der Führer erhielt von der Beute den sechsfachen Anteil, die Offiziere aber drei oder zwei und alle übrigen nur einen Anteil. Auch waren noch für ausgezeichnete Taten Prämien ausgesetzt. Wer eine feindliche Flagge erbeutete, erhielt 50, und wer einen Gefangenen einbrachte, 100 Piaster. Kurz vor dem Auslaufen machte jeder Flibustier sein Testament; übrigens war sein Wahlspruch: „Heute leben — morgen tot!“ Und danach lebten sie denn auch und wussten nicht geschwind genug das Erbeutete zu verschwelgen; sie kannten hierbei weder Maß noch Ziel. Aber wiederum war ein religiöser Zug bei ihnen auffallend: sie beteten vor jeder Mahlzeit und vor jedem Raubgefecht, und zwar sagten die Katholiken einen Lobgesang aus Zacharias, die Protestanten einen Psalm her. Würde man aber als Grund zu ihrem Gewerbe den Flibustiern allein Habsucht die Triebfeder sein lassen, so irrte man sich — der Raub und das zügellose Leben hatten für sie wenig Reiz; mehr als dies trieb sie der Hass gegen ihre Todfeinde, die Spanier, zu ihrem Erwerbzweige. Daher wurde auch kein Spanier in ihren Bund aufgenommen. Durch die Verbrüderung mit den Bukaniern wuchs ihre Macht bedeutend und ihre Räuberei wurde durch Wohlleben und Schutz gleichsam veredelt, sodass auch viele Pflanzer sich verleiten ließen, sich durch Seeräuberei zu bereichern. Nennenswert sind unter den Flibustiern: Peter Legrand (Franzose), Lewis Scot (Engländer), John Davis (aus Amerika), Alexander, mit dem Beinamen Eisenarm (französischer Edelmann), L’Olonois van Horn (Niederländer), Grammont (französischer Edelmann), Laurent de Graff (wird als ein trefflicher Artillerist gerühmt), Morgan (Engländer), Montauban (Franzose), Daviot u. a. Mit dem Ende des 17. Jahrhunderts ging aber mit den Flibustiern eine große Veränderung vor: kaum war ihnen noch der Name geblieben; ihre Unabhängigkeit war dahin; sie begingen Ausschweifungen und Verbrechen und mussten flüchtig werden. Ihr Name jedoch war erst mit dem Jahre 1713 erloschen.

Wir wenden uns jetzt nach der Ostsee und treffen hier, als die deutsche Seemacht im größten Flor, die Vitalianer, welche durch ihre Tollkühnheit mehre Jahrhunderte nicht wenig Schreck und Angst verbreiteten. Seit dem letzten Viertel des 14. Jahrhunderts hatte die Hansa, diese hundertköpfige Gewalthaberin der Ostsee, die Welt an den Gedanken gewöhnt, wer eigentlich im Norden herrschen solle und in wessen Händen die Kraft der Entscheidung liege; sie hatte sich Unabhängigkeit und Selbstständigkeit mit blanker Waffe erkämpft, einen bedeutenden Einfluss über das nordöstliche Europa gewonnen und sich zum Herrscher des Baltischen Meeres gemacht. Nichts war natürlicher, dass sie nun auch dahin strebte, diese Macht sich zu sichern und alles anstrengte, die Vereinigung der drei großen nordischen Reiche zu vereiteln. Allein diese gefürchtete Vereinigung geschah dennoch. Doch Margaretha, Königin von Dänemark, Norwegen und Schweden, hatte fürs erste genug zu tun, ihre Macht zu sichern, als dass sie feindlich gegen die Hansa auftreten konnte; aber dennoch hielt sie den abgesetzten König von Schweden, Albrecht, noch immer gefangen. Dafür schwuren aber die hansischen Städte Wismar und Rostock, blutige Rache zu nehmen und ihren gefangenen Stammfürsten aus schmählicher Haft gewaltsam zu befreien. Sie rüsteten Schiffe aus und machten Jagd auf alles, was die Flagge der Königin trug. Von hier datiert sich die Geschichte der „Vitalienbrüder“. Ihnen schlossen sich andere Städte an, durchpflügten die Ostsee nach allen Richtungen und verbreiteten Angst und Schrecken. Lübeck, und überhaupt die ganze Hansa, begleitete anfangs diese Kaperzüge gegen den nordischen Koloss mit zustimmenden Blicken, als aber die Macht der Piraten lawinenartig wuchs, wurden die Hansen inne, welchen Nachteil sie für den Handel hervorgerufen: es liefen Klagen über Klagen ein über die Gewalttätigkeit der Vitalianer. Allein diese kehrten sich nicht daran. Feuer und Blut bezeichneten ihre Raubzüge; sie plünderten Städte und brannten sie nieder und machten zwischen Feindes und befreundetem Gut durchaus keinen Unterschied: sie hielten jedes Schiff für eine gute Prise. Unter dem Schein des rechtmäßigen Kriegs eroberten sie Gothland, schlugen hier Lagerstätte auf, befestigten die Hauptstadt und stellten von hier aus waghalsige Streifzüge gegen die Dänen an; bald siel auch Bergen in Norwegen in ihre Hände; sie zerstörten es mit Feuer und Schwert und rissen die Waren deutscher Kaufleute gewaltsam an sich. Dann drangen sie in Schonen weiter vor, plünderten auch hier die Städte und brannten sie nieder. So vom Glücke überall begünstigt und jedem Widerstande trotzend, musste gar bald der Augenblick eintreten, der längst gefürchtet: die „Vitalienbrüder“ maßten sich die alleinige Herrschaft auf dem Baltischen Meere an. Die Hansen bereuten jetzt, diese Raubzüge in ihren Anfängen geweckt und genährt zu haben, denn der hansische Handel litt gar sehr und es musste endlich auf Abhilfe dieses Übel gedacht werden. Es fand demnach eine Beratung statt, die aber genau genommen nichts in der Sache änderte: man drohte nur, die Städte Wismar und Rostock aus dem Bunde zu stoßen, wenn sie ferner den Übergriffen der Vitalianer Vorschub leisteten — aber dabei blieb es auch. Die Seeräuber dagegen wurden immer kecker, immer verwegener, sodass selbst England bei der Hansa ernstlich auf Abhilfe des Raubwesens der Piraten drang. Anstatt nun den Wegelagerern der See das Handwerk zu legen, glaubte man das Unwesen allein dadurch zu entfernen, dass man zwischen der Königin Margaretha und dem noch immer in Haft befindenden Albrecht einen Frieden vermittelte, indem die Vitalianer alsdann nicht mehr den Schein eines rechtmäßigen Kriegs vorschützen könnten. Dies Manöver lief aber sehr blutig ab und nun erst entschloss man sich zum offenen Kampfe. Stralsund griff die Piraten auf hoher See an, schlug sie und nahm viele gefangen. Das war für den Augenblick aber auch alles, was vom Bunde geschah: Wismar begünstigte die Freibeuter fortwährend und Stralsund bekämpfte sie. Dass diese Kämpfe aber so nicht fortdauern durften, sah man bald ein und entschloss sich, einen Frieden zu vermitteln. Es wurde demnach 1395 eine hansische Gesandtschaft nach Schweden beordert, um mit der Semiramis des Nordens eine Unterhandlung anzuknüpfen, die auch nicht ganz resultatlos blieb. Albrecht und sein Sohn wurden auf drei Jahre in Freiheit gesetzt und während der Zeit sollte das zu zahlende Lösegeld näher bestimmt werden; käme aber ein derartiger Vertrag nicht zu Stande, so sollten die wortführenden Hansastädte dafür haften, dass Vater und Sohn sich wieder zur Haft stellten oder die Summe von 60.000 Mark Silber zahlen. Am 26. September 1395 wurden Albrecht und Erich in Freiheit gesetzt. Als aber die drei Jahre um waren und Albrecht die genannte Summe nicht zahlen konnte, aber auch keine Neigung fühlte, in die Haft zurückzukehren, ließen die sieben Wortführenden Städte ohne viel Federlesens die Stadt Stockholm, wie es früher verabredet war, der Königin überliefern. Wahrscheinlich hat die hansischen Städte zu diesem Schritte allein ihr Handelsinteresse bewogen, da sie wohl einsehen mochten, dass es ratsam sei, mit der Königin dreier Reiche in gutem Einverständnis zu stehen.

Während dessen hatten aber die Vitalienbrüder ihr räuberisches Wesen nicht eingestellt, obgleich die Hansa alle Meerbusen der Ostsee befahren ließ, hier und dort die Freibeuter in die Flucht trieb, viele gefangen nahm und hinrichtete. Und gerade durch diese Angriffe wurde der Mut der Vitalianer nur gesteigert und sie wussten durch ihre Erfahrung im Seekriege ihre völlige Vernichtung immer zu vereiteln. Nun aber wollte die Hansa im Verein mit Margarethen einen Kampf auf Leben und Tod mit ihnen führen, ehe derselbe aber noch ausbrach, nahm die Geschichte der Vitalianer einen ganz andern Verlauf. Sie hatten seit einiger Zeit ihre Raubsucht namentlich an preußischen Schiffen ausgeübt, weshalb die preußische Kaufmannschaft mit einer Beschwerde bei dem Deutschen Orden einkam und dessen Hochmeister um Abhilfe ansprach. Dieser bewehrte Schiffe und Mannschaften gegen die Piraten und schlug sie dergestalt aufs Haupt, dass sie die Ostsee räumten und sich auf ihren Fahrzeugen in die Nordsee flüchteten, wo sie in Friesland eine vorzüglich gute Aufnahme fanden, ja die Friesen gemeinschaftlich mit den Flüchtlingen gegen die Niederländer kämpften. Plötzlich griff wieder das Räuberwesen viel weiter um sich als je bisher, sodass selbst Spaniens, Frankreichs und Englands Küsten nicht verschont blieben. Jetzt glaubte die Hansa den obenerwähnten Vernichtungskrieg gegen die Piraten reif. Zu dem Ende wurde in Lübeck 1398 ein Convent anberaumt, auf dem einstimmig beschlossen wurde, eine mächtige Kriegsflotte auszurüsten, wozu jede Stadt nach Vermögen beisteuern sollte. Lübeck stellte 2 Schiffe und 200 Mann; Hamburg 1 Schiff und 50 Mann; Stralsund, Greifswald und Stettin zusammen 2 Schiffe und 200 Mann; die livländischen Städte stellten 1 Schiff und 100 Mann; Danzig, Thorn, Elbing und Königsberg zusammen 2 Schiffe und 200 Mann usw. Allein der Kampf verschleppte sich abermals! Ein Jahr später kam man wieder zusammen — um den Kampf nochmals auszusetzen. Den Piraten war diese Lassheit sehr erwünscht: man gab ihnen ja Zeit zu ihrer Stärkung. So ging das 14. Jahrhundert zu Ende. Dem ersten Jahre des 15. Jahrhunderts war es vorbehalten, die hansische Flotte auslaufen zu sehen, um auf die Räuber der See Jagd zu machen. Bald standen sich beide Flotten gegenüber; der Kampf war hartnäckig, hier wie dort; endlich neigte sich der Sieg auf die Seite der Hansen; was nicht die See und das Schwert fraß, wurde gefangen. Das Unternehmen schien glänzend ausgefallen — aber man täuschte sich. Kaum hatten die hansischen Schiffe wieder ihre Häfen erreicht, so begannen die Räubereien aufs neue und schlugen namentlich dem hamburgischen Handel dadurch empfindliche Wunden, dass die Piraten unweit Helgoland mehrere hamburgische Schiffe kaperten. Nun rüsteten die Hamburger nochmals Schiffe aus, griffen die Räuber auf offenem Meere an, besiegten sie, töteten 40, und machten 70 Gefangene, die später ein gleiches Schicksal hatten. In diesem Kampfe zeichneten, sich, wie immer, die beiden Häuptlinge der Vitalianer, Klaus Störtebeker und Wichmann, besonders aus: sie kämpften wie angeschossene Eber. Von dem erstem wird noch manche Sage erzählt; unter andern auch die, dass er einen ungewöhnlich großen Becher gehabt, den nur er und einer seiner Genossen, der Junker Sissinga von Gröningen, zu leeren fähig war. Dieser Becher soll folgende Inschrift gehabt haben.

Ick Jonker Sissinga
Von Groninga,
Dronk dans Hensa
In een Flensa
Dorr myn Kraga
In myn maga.

Aber viele der Räuber waren entkommen und als diese sich gesammelt, trieben sie ihr ferneres Handwerk auf eigene Faust kecklich weiter, griffen feindliche Schiffe an, besiegten und plünderten sie. Man verfuhr nun zwar strenger denn je gegen sie, allein waren sie an einem Orte bekämpft, so tauchten sie plötzlich an einem andern gleich einer hundertköpfigen Hyder verstärkt wieder auf; für die Sicherstellung des Handels war also wenig gewonnen. Hamburg und Lübeck ließen es sich nun wohl angelegen sein, einen Frieden zwischen den Friesen und Holländern zu vermitteln, aber mit vieler Mühe bewirkten sie nur einen Waffenstillstand und der Krieg gegen die Seeräuber ruhte einige Jahre. Dann aber traten die kecken Freibeuter beunruhigend wieder auf, rissen mit Gewalt Schiff und Ladung an sich und fügten namentlich durch ihre Kapereien Hamburg und Bremen empfindliche Verluste zu. Selbst die Ostsee ward wieder der Schauplatz ihrer Räubereien (1420). Abermals lief die Hansaflotte aus, um einen entscheidenden Schlag gegen die Piraten auszuführen; sie traf die Vitalianer unweit der Insel Fehmarn. Man griff sie an und trieb sie so in die Enge, dass sie, ihre Schiffe im Stiche lassend, landeinwärts in der Flucht ihr Heil suchten. Die Hansen ergriffen jedoch mehrere, ließen 22 durch das Schwert hinrichten und nahmen den Anführer mit nach Lübeck, wo er ein gleiches Schicksal fand. Von nun ab wurde der Vertilgungskrieg fast 70 Jahre gleichmäßig fortgesetzt. Im Jahre 1471 aber rüstete Hamburg im Namen der Hansa 10 große und gutbemannte Schiffe aus, um gegen die Frevler an Recht und Gesetz zu kämpfen und die Ost- und Nordsee endlich von dem Raubgesindel rein zu machen; aber es gelang nur halb. Noch im Jahre 1488 wurden 74 gefangene Freibeuter hingerichtet — von da aber war die Macht der Vitalianer gebrochen, auch wenn schon bis zu Ende des 15. Jahrhunderts einzelne sich hier und dort blicken ließen und ihr gefährliches Handwerk fortsetzten.

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Das Versteck im Ostseesand

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Piraten an Bord

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Angriff der Barbaresken

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Rudersklaven an Bord der Piratengaleere

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Schiffssoldaten im Kampf mit Seeräubern

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Angriff auf die Landungstruppen

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Beschuss des Piratennestes

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Sturmangriff auf die Piratenburg

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Schatzkiste am Ostseestrand

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Piratenkapitän - Buried Treasure

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Zweikampf um den Kapitänsposten

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Schatzgräber in den Dünen

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Piraten fordern ihren Tribut von den Bewohnern einer eroberten Stadt

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Kampf auf Leben und Tod

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Seeräuber in Pose

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Kaperkapitän Keitt

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Verfolgungsjagd

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Sklavenmarkt in Marokko

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