Bronzene Schachfigur (?) von Wismar.

Zur Altertumskunde im engeren Sinne - Altertümer des christlichen Mittelalters und der neueren Zeit
Autor: Lisch, Georg Christian Friedrich (1801 Strelitz - 1883 Schwerin) Prähistoriker, mecklenburgischer Altertumsforscher, Archivar, Konservator, Bibliothekar, Redakteur, Heraldiker, Herausgeber, Publizist (Freimaurer), Erscheinungsjahr: 1862
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Bodenfunde, Ausgrabungen
In der Hohen-Straße zu Wismar ward bei Ausgraben von Fundamenten nach einem Hausbrande 12 Fuß tief eine bronzene Pferdefigur gefunden, welche 2 Zoll lang und l bis 1 ¼ Zoll hoch ist, einen hoch gekrümmten Hals hat, auf den gespreizten dicken Beinen sehr fest steht und sich sehr bequem fassen lässt. Wahrscheinlich ist diese Figur eine Schachfigur: der Springer oder das Ross, Rössel (daher der „Rösselsprung"), welche in den ältesten Zeiten ein vollständiger Ritter zu Ross war und später wohl ein Pferd ward, welches jetzt auf einen Pferdekopf beschränkt ist. Die Figur stammt ohne Zweifel aus dem 14. Jahrhundert, da unmittelbar dabei 1 Lübischer Silberbracteat mit dem Doppeladler und ein Stralsundischer halber Bracteat mit der Flagge, beide mit gestrahltem Rande und aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammend, gefunden sind. Der Verein verdankt die Figur und die beiden Münzen der Sorgfalt des Unteroffiziers Herrn Busch zu Wismar.
                                    G. C. F. Lisch.

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Lisch, Georg Christian Friedrich (1801-1883) mecklenburgischer, Archivar, Altertumsforscher, Bibliothekar, Redakteur, Publizist

Lisch, Georg Christian Friedrich (1801-1883) mecklenburgischer, Archivar, Altertumsforscher, Bibliothekar, Redakteur, Publizist

Wismar, Alter Schwede

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Wismar, Marktplatz

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Wismar, Rathaus

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Wismar, Turm der Marienkirche

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Wismar, Wassertor

Wismar, Wassertor