Beginn der Lutherischen Predigt in Mecklenburg. 1523

Magister Joachim Slüter, Reformator in Rostock
Autor: Lisch, Georg Christian Friedrich (1801-1883) Großherzoglich-Mecklenburgischer Archivar und Regierungsbibliothekar zu Schwerin, Erscheinungsjahr: 1841
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Hansestadt Rostock, Reformationszeit, Joachim Slüter, Wendenburg, Niklot, Warnow, Alt-Rostock
Die Lutherische Predigt begann in Meklenburg im Jahre 1523 durch Joachim Slüter in Rostock, einen Schüler Luthers. Da die Herzoge Heinrich der Friedfertige (1503 —l552) und Albrecht der Schöne (1520—1547) sie duldeten, ja, im Anfange begünstigten: so verbreitete sie sich bald im Lande, wenn auch dem gewaltsamen Vordringen zuweilen Zügel angelegt wurden.

Der Herzog Albrecht trat jedoch bald zum Papismus zurück, den er auch wohl nie ganz verlassen hatte; der Herzog Heinrich aber, ein Fürst voll klarer Einsicht, hohen Ernstes und weiser Mäßigung, gestaltete die selbstkräftige Entwicklung der jungen Kirche allmählich nach den Bedürfnissen zu einer festen Einrichtung, bis der große und gelehrte Herzog Johann Albrecht I. (1547-1576), Albrechts Sohn, im Jahre 1552 die letzte Wurzel des Papismus in Mecklenburg ausrottete und auch für Deutschland nicht wenig dadurch wirkte, dass er vorzüglich, nach dem glorreichen Tiroler Feldzuge, den Vertrag von Passau bewirkte.

Die Lutherische Lehre ward unmittelbar von Wittenberg nach Mecklenburg getragen. Die Herzoge beriefen durch Vermittlung der Reformatoren nach und nach eine sehr große Zahl gelehrter und begeisterter Männer von der blühenden Universität zum Kirchendienst.

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Lisch, Georg Christian Friedrich (1801-1883) mecklenburgischer, Archivar, Altertumsforscher, Bibliothekar, Redakteur, Publizist

Lisch, Georg Christian Friedrich (1801-1883) mecklenburgischer, Archivar, Altertumsforscher, Bibliothekar, Redakteur, Publizist

RA 022 Luther Martin

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