Alte Rostocker Leichensteine

Zur Baukunde - 2. Zur Baukunde des christlichen Mittelalters. - Kirchliche Bauwerke
Autor: Lisch, Georg Christian Friedrich (1801 Strelitz - 1883 Schwerin) Prähistoriker, mecklenburgischer Altertumsforscher, Archivar, Konservator, Bibliothekar, Redakteur, Heraldiker und Publizist (Freimaurer), Erscheinungsjahr: 1862

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Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Rostock, Hansestadt, Wappenschild,
In Jahrb. XV, S. 164, ist berichtet, dass zu den Bauteil des Herzogs Johann Albrecht I. am Schloss zu Schwerin mehrere alte Leichensteine verwandt sind, und namentlich ist dort die Beschreibung eines Rostocker Leichensteins der Adelheid Hane gegeben. Zugleich ist a, a. O. bemerkt, dass der alte Altar der Schlosskirche auf alten Leichensteinen stehe. Beim Abbruch dieses Altars sind diese Leichensteine frei geworden; es sind ebenfalls Rostocker Steine, ein ganzer und ein halber.

1. Der ganze Leichenstein ist an einem Ende völlig abgetreten; alles Übrige ist noch klar. In der Mitte find zwei Wappenschilde eingraviert, heraldisch links mit einem Hörne im Schilde und auf dem Helme, heraldisch rechts mit 3 Figuren, wie Becher mit Deckeln oder Weihrauchfässer, und 1 dergleichen auf dem Helme. Die Umschrift lautet:

unter den Wappen im Felde steht:

Die Inschrift steht so, dass der erste Teil von oben her von der linken zur rechten ununterbrochen fortläuft; der zweite Teil steht auf der linken Langseite, von oben anfangend, von der Linken zur Rechten, gegen den gewöhnlichen Gebrauch. Die Inschrift heißt also aufgelöst:

2. Der halbe Leichenstein hat in der Mitte einen Wappenschild mit zwei gekreuzten, abgehauenen Menschenbeinen und von der Umschrift noch die Worte:

3. Die Altarplatte der Nicolaikirche ist ein alter Leichenstein, 9' 7" und 5' 2" groß, und hat die Inschrift:


Bernhard Kopmann ist wahrscheinlich 1342 gestorben, da er nach der Auseinandersetzung über den Nachlass seines Bruders im Rostocker Archiv im Jahr 1336 noch lebte.

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Rostock. 013 Marienkirche, Giebel des südlichen Querschiffs

Rostock. 013 Marienkirche, Giebel des südlichen Querschiffs

Rostock. 017 St. Marien-Kirche

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Rostock. 073 St. Jacobi-Kirche

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Rostock. 102 St. Petri-Kirche

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Rostock. 175 Chor der Kirche zum heiligen Kreuz

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