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Isidor Lotto (1840-1936)

Ein polnischer Künstler mit dem ganzen hinreißenden Temperament der Slaven ist der am 22. Dezember 1840 in Warschau geborene Isidor Lotto, der gleichfalls zu der großen Zahl der frühreifen Wunderkinder gehörte. Ein Schüler Massarts im höheren Violinspiel und Rebers in der Komposition, geigte er mit außerordentlichem Erfolg in Deutschland wie im Auslande und erregte überall durch seine Bravour und technische Meisterschaft Aufsehen und Bewunderung.

Der Verfasser des Buches: „Berühmte Geiger der Vergangenheit und Gegenwart“ sagt von ihm, dass er das Höchste in ausgeglätteter Technik der französischen Schule erreicht habe, was überhaupt erreicht werden könne, und dass er von Niemand in dieser Richtungübertroffen worden sei. Seine unfehlbare Sicherheit in allen erdenklichen Schwierigkeiten, seine Doppel-Flageolette, sein wunderbares Staccato, das in dieser Vollendung nur Wieniawski hatte, das alles sei von solcher Wirkung gewesen, dass z. B. das Leipziger Publikum, als er sich dort zum ersten Male habe hören lassen, vollständig verblüfft worden sei, und dass er außer im Konzert noch dreimal im Theater auftreten konnte.


In Weimar wurde er 1862 zum Großherzoglichen Solospieler und Kammervirtuosen ernannt und wurde dann Lehrer der Violine am Konservatorium zu Warschau; 1872 folgte er einem Rufe als erster Lehrer für die Violine am Konservatorium zu Straßburg im Elsass, doch erkrankte er dort an einem typhösen Leiden, welches ihn jahrelang seiner Lehr- und Virtuosentätigkeit vollständig entzog. Nach erfolgter Wiederherstellung ging er nach seiner Vaterstadt Warschau zurück, wo er noch gegenwärtig tätig ist. Von ihm sind einige in brillantem Stil gehaltene Konzert- und Salonkompositionen im Druck erschienen.