Überseeische Waren

Die Neu-Vorpommerschen See-Häfen, hauptsächlich immer nur für Ausfuhr von Bedeutung, haben bisher, wegen Mangel einer in das Innere des Landes dringenden Wasser-Verbindung, aber auch wegen der langen politischen Absonderung des Landes von dem übrigen Deutschland, wenig überseeische Waren weiter wie bis zur Peene und Trebel versandt; in der einen Rücksicht musste Stettin, von der Oder begünstigt, den Vorrang leicht gewinnen und von der andern Seite erlangte Rostock das Vorrecht in den Mecklenburgischen Landen.

Zwar ist nicht zu bezweifeln, dass die Gewinnung einer Eisenbahn den Neu-Vorpommerschen Häfen das Feld des bisherigen Absatzes nach und nach bis in das Innere des Gebietes dieser Bahn, nicht unbedeutend erweitern werde, da die Hafen-Lage von Stralsund und Greifswald manche Vorzüge gegen Stettin und Rostock geltend machen kann, indessen mag hierauf bei dem Anschlage kein großes Gewicht gelegt, und nur ein kleiner Verkehr bis in das Mecklenburgische, der Bahn zugewiesen werden. Die ab Stralsund aufgeführten 20.900 Zentner machen etwa den sechsten Teil des von solchen Waren jetzt in Stralsund eingeführten Quantums aus; eine Vermehrung dieses und des ab Greifswald angenommenen Verkehrs, nach Eröffnung der Bahn, kann also nicht bezweifelt werden.
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Abbildung 6. Amerikanischer Sechsmast-Schoner „George W. Wells“.

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Abbildung 9. Fünfmast-Vollschiff „Preußen“ im Vergleich zu Berliner Bauten.

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Abbildung 10. Kreuzmast eines großen Segelschiffes mit allem stehenden und laufenden Gut.

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Abbildung 11. Deck eines großen Segelschiffes mit Rahefall- und Brassenwinden.

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