1. Verordnung vom 9. Oktober 1846, wegen Erhebung des Grundstückenschosses 1847 — 1851.

Für die Erhebung des Grundstückenschosses in den Jahren 1847 bis 1851 incl. verordnet E. E. Rat, mit Zustimmung der Ehrl. Bürgerschaft, Folgendes:
1) Im Allgemeinen behält es bei dem bisherigen Steuerkataster für die angegebenen fünf Jahre das Bewenden.
2) Eine Revision und, nach Befinden der Umstände, Abänderung des Steuerkatasters findet nur da Statt:
a. wo erhebliche Veränderungen mit steuerpflichtigen Grundstücken eingetreten sind und
b. wo die Eigentümer von Grundstücken sich durch die bisherige Enquotierung beschwert finden und eine Revision beantragen.
3) Da wo nach den Vorschriften sub 2 eine Revision und Schätzung stattfindet, sollen die Grundsätze des § 3 der Schoßverordnung vom 9. Juli 1827 angewendet werden und alle dort nicht gebilligten Rücksichten unbeachtet bleiben.
4) Die vorzunehmende Revision, möge sie aus dem einen oder anderen der oben sub 2 a. und b. bemerkten Gründe eintreten, kann den befundenen Umständen nach sowohl zur Erhöhung als auch zur Abminderung der bisherigen Schoßtaxe hinführen.
5) Im Übrigen behält es auch rücksichtlich der oben bemerkten fünf Erhebungsjahre bei den bestehenden gesetzlichen Vorschriften rücksichtlich des Grundstückenschosses das Bewenden.
6) Die betreffenden L. Schoßbehörden sind angewiesen, hiernach zu verfahren und wegen des Revisionsgeschäftes selbst das Weitere öffentlich bekannt zu machen. Dorthin haben demnächst diejenigen, welche durch die bisherige Enquotierung sich etwa beschwert finden, ihre desfallsigen Anträge zu richten.
      Publicatum Jussu Senatus. Rostock, den 9. Oktober 1846.
            J. C. T. Stever, Protonotarius.