Verleihung der Kaiserwürde

Ergriffen von der politischen Größe ihres Monarchen, traten die beiden höchsten Reichskollegien, die Peter angeordnet hatte, der Senat und die heilige Synode, zusammen, und fassten den Entschluß, den Zaren im Namen des ganzen russischen Volks zu bitten, die Würde eines „Kaisers aller Reußen“ als Zeichen der Dankbarkeit anzunehmen.

Fürst Mentschikoff wurde von beiden Reichskollegien deputiert, sich zu dem Zaren zu begeben, und ihn zu bitten, daß er diesen Titel, welcher ihm bei der großen Friedensfeier angetragen worden war, nicht ausschlage.


Peter verlangte, zuvor mit einigen der bedeutendsten Mitglieder beider Kollegien zu reden, und so erschien vor ihm eine zweite Deputation von mehreren angesehenen Räten und Bischöfen, an deren Spitze sich die Erzbischöfe von Nowogrod und Pleskow, als Vize-Präsidenten der Synode, befanden.


Dieses Kapitel ist Teil des Buches Peter der Große. Seine Zeit und sein Hof. III.