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Die Reichsreise der neuen Monarchen

Des Königs förmliche Angelobung wurde noch zweimal wiederholt. Das erste mahl bei dem gewöhnlich mit dem größten Pomp gefeierten Leichenbegängnis des verstorbenen Monarchen. An diesem Tage setzte der neue König sich nicht auf den Thron, sondern neben demselben, auf einen niedrigen Stuhl. Hier brachte man ihm den sogenannten Brage-Becher, ein großes mit Met oder Bier gefülltes Horn, als Trinkgeschirr, das er stehend empfing.

Mit diesem Becher in der Hand hielt er eine kurze Rede, worin er versprach das Volk zu schützen; die Landesgesetze zu halten; sein Reich eher zu erweitern, als zu vermindern; das seinem Vorgänger angetane Unrecht zu rächen, und seine Regierung durch große Taten merkwürdig zu machen. Hierauf trank er aus dem Brage-Becher zum Andenken des Verstorbenen, und nahm sodann förmlich auf dem Thron seine Stelle ein.


Die dritte feierliche Zusicherung des Königs an das Volk geschah auf seiner Reichs-Reise, die er verpflichtet war, gleich nach seiner Wahl zu unternehmen, und zwar, nach den Worten des Gesetzes, rund um sein Reich, nach dem Lauf der Sonne. Diese Reise, zu welcher allenthalben Wege und Brücken ausgebessert waren, geschah zu Pferde mit vielem Glanz, in Begleitung des ganzen Hofstaats, wobei aller Orten große Gastmähler angestellt wurden.

Der Zug ging von Upsala aus gegen Südwest über Strengnäs, durch Südermannland, Ostgotland, Smäland, West-Gotland, und Nericke, sodann über Westmanland nach Upland zurück. Allenthalben empfing er den Huldigungseid, und erneuerte den Seinigen.
Dieses Kapitel ist Teil des Buches Geschichte Gustavs Wasa Königs von Schweden. Band 1