Viehzucht

Die Viehzucht nahm zunächst, wie es scheint, einen weniger breiten Raum ein als der Ackerbau. Vereinzelt finden sich Angaben über den Verkauf von Ochsen und Schweinen. 1527 wurden 119 Ochsen nach Zerbst i. A. getrieben. Außerdem wurde schon unter Herzog Magnus II. mit Speck gehandelt. Innerhalb der Viehzucht trat in der ersten Hälfte des Jahrhunderts, wie auch später, die Schafzucht besonders hervor, was deutlich in dem ausgedehnten Wollhandel zum Ausdruck kommt. Schon 1518/19 wurde für 406 Mk. Wolle durch den Küchenmeister zu Wittenburg nach Lüneburg und zur gleichen Zeit für 80 Mk. aus dem Amte Lübz an den Rostocker Ratsherrn Veit Oldenborch verkauft. Aus dem Güstrower Bezirk wurde ebenfalls Wolle verhandelt. Herzog Heinrich schloss 1527 einen Vertrag mit zwei Schweriner Tuchmachern, worin er sich verpflichtete, während zweier Jahre alle Rheinische Wolle an sie zu verkaufen. 1528 wurden 117 Stein Wolle an den einen und 100 Stein an den anderen Tuchmacher geliefert. Die Menge der gesamten verkauften Wolle betrug etwa 300 Stein. 1532 wurde die Wolle der herzoglichen Schäfereien zu Boldela auf vier Jahre einem Schweriner Tuchmacher zugesagt. Eine weitere große Schäferei befand sich etwas später zu Krebsförden.


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