Neustadt, Grabow, Dömitz, Hagenow, Wittenburg, Gadebusch

Neustadt an der Elde, in so wiesenreicher Gegend, dass der jährliche Ertrag auf 762 vierspännige Fuder Heu geschatzt wird, ist ziemlich gut gebaut, hat gegen 200 Häuser, ein hübsches großherzogliches Schloss, mit einem Garten und einer Bildergalerie, und 1.700 Einwohner.

Grabow, auf einem Werder der Elde liegende Stadt mit 360 Häusern und. 3.700 Einwohnern, welche Handel mit Getreide treiben. Hier werden jährlich 6 Buttermärkte gehalten. 1638 schlug hier der schwedische General Banner die Kaiserlichen.


Dömitz, in der Volkssprache Döhms, rechts an der Elbe, in welche sich hier die Elde ergießt, befestigte Stadt mit 180 Häusern und 2.220 Einwohnern. Die eigentliche Festung, welche das Zucht- und Stockhaus enthält, liegt auf einem Werder der Elde. Die Stadt ist nicht hübsch gebaut und hat eine Fähre über die Elbe. Der Elbzoll, welcher hier erhoben wird, trägt jährlich beträchtliche Summen ein. 1635 besiegte Banner (nicht weit von hier) die Sachsen.

Hagenow, an der Schmaar, ziemlich gut gebaute Stadt, mit nahe an 300 Häusern und 2.700 Einwohnern, unter welchen über 80 Schuster sind.

Wittenburg, südwestlich von Schwerin, an einem Bache, 107 Fuß über der See, Stadt mit 270 Häusern und 2.050 Einwohnern.

Gadebusch, westnordwestlich von Schwerin, an einem See, Stadt mit krummen engen Straßen, 240 Häusern und 1.800 Einwohnern.

Dieses Kapitel ist Teil des Buches Deutschland und seine Bewohner - Band 4