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Der Untreuborn

Autor: Ueberlieferung
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Wie anderswo, so hatten sich in den schrecklichen Zeiten des Dreißigjährigen Krieges auch die Bewohner des Harzes zusammengeschlossen, um ihre Heimat zu schützen und dem Feind durch mutige kleine Überfälle zu schaden. Eine starke Schar dieser Harzschützen hatte ihren ständigen Lagerplatz und Schlupfwinkel an einem damals in fast undurchdringichem Dickicht gelegenen Quell des Ramberges. Alle Anstrengungen der Feinde, sie zu vernichten, waren vergeblich. Da versuchten sie es mit Verrat. Sie bestachen einen verworfenen Gesellen, der sich unter den Harzschützen befand, mit Gold und gaben ihm Gift, das er in jenen Brunnen schütten sollte. Er führte die verruchte Tat aus. Eines Morgens lagen die wackeren Harzschützen sämtlich vergiftet am Quell.

Seitdem heisst er der Untreuborn, und Friedrichsbrunn soll darauf lange den Namen Ungetreuer Brunnen getragen haben.