Festungskrieg nach Napoleon I. bis einschließlich 1870/71

Grundgedanke der neu-preußischen Befestigungssysteme (Mitte des 19. Jahrhunderts) nach dem seit dieser Zeit alle Neu- und Umbauten erfolgten ist Anlage eines Gürtels von Forts, die nach der Gestaltung des Geländes angelegt sind, mit Zwischenstellungen für Artillerie und Infanterie, um das Vorgelände mit Feuer zu beherrschen.

Angreifer und Verteidiger benötigen zur Lösung der verschiedenen ihnen gestellten Aufgaben besonderer Belagerungsgeschütze mit verschiedenen Kalibern, mit Flach- und Bogenschuss.


Die vielfach vergrößerte Tragweite der Geschütze veranlasste, diese nicht mehr in der Parallelen aufzustellen, sondern unter dem Schutze der Artilleriestellungen die von diesen getrennten Infanteriestellungen weiter vorzuschieben.

Der Artillerie des Angreifers fällt die Aufgabe zu, zunächst die Artillerie des Verteidigers niederzukämpfen und durch ununterbrochenes Feuer die Flankierungsanlagen und Hindernisse desselben zu zerstören, um die Werke sturmreif zu machen.

Der Verteidiger hat die Annäherung des Angreifers durch Feuer aufzuhalten, seine Angriffsbatterien zu zerstören und seine eigenen zerstörten Werke wieder instand zu setzen oder durch neue Anlagen zu ersetzen.

Diese Andeutungen müssen in Ansehung des beschränkten Raumes genügen.
Dieses Kapitel ist Teil des Buches Der Krieg in Bildern