Meder und Perser

Mederkönig Cyaxares (um 610 v. Chr.) soll der erste gewesen sein, der die Heeresmassen, die sonst durcheinander stritten, in einer bestimmten Schlachtordnung aufstellte, indem er Fußvolk, Reiter und Wagenkämpfer schied.

Die Streitwagen wurden an den Naben mit Sicheln versehen; im lydischen Krieg (um 545 v. Chr.) verwendete Cyrus mit Erfolg auf Kamelen berittene Bogenschützen und fahrbare Wurfmaschinen, die als die ersten „Feldgeschütze“ anzusehen wären.


Das Heer war ferner mit reichlichem Brückenmaterial und im Brückenbau besonders ausgebildeten Mannschaften versehen, so dass wir hier dem ersten „Brückentrain“ begegnen.

Auch mit Belagerungswerkzeugen waren die persischen Heere reichlich ausgerüstet; zu den schon oben genannten Wandeltürmen kamen noch Sturmleitern, Wurfscheiben von Stahl und mit Erdöl gefüllte Gefäße, die gegen die Tore und Palisaden geworfen und dann mit Feuerpfeilen in Brand geschossen wurden.

In der Schlacht suchte man das Zentrum, in dem die Schwerbewaffneten aufgestellt waren, zu durchbrechen und den Gegner durch Überflügeln zu umklammern.
Dieses Kapitel ist Teil des Buches Der Krieg in Bildern