Weltrich, Richard geb. 1844 in Ansbach, gest. 1913 in München

Richard Weltrich, geboren zu Ansbach am 10. Februar 1844 als der Sohn eines kgl. Regierungsrats, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und studierte an den Universitäten München und Zürich von 1861 — 1865 Philosophie und Naturwissenschaften, Ästhetik und deutsche Literatur, zuletzt, aus Zwang der Verhältnisse, in Erlangen drei Semester Philologie. Mehrere Jahre im Lehramtsdienst am Gymnasium zu Zweibrücken und an der Lateinschule zu Edenkoben tätig, wurde er 1873 als Gymnasiallehrer an das Kadettencorps zu München berufen und bei definitiver Übernahme der Vorträge über Allgemeine Geographie an der kgl. bayer. Kriegsakademie 1875 zum Professor befördert. 1890 trat er in Quiescenz, um sich von jetzt an ausschließlich schriftstellerischer Arbeit zu widmen. Außer zahlreichen ästhetisch-kritischen und literarhistorischen Abhandlungen in verschiedenen Zeitschriften schrieb er für die „Deutsche Revue“ die Erzählung „Unterirdische Bergpredigt“ und für die „Allgemeine deutsche Biographie“ den Artikel Friedrich Theod. Vischer. In den achtziger Jahren unternahm er die Herausgabe einer umfassenden, als Quellenwerk gedachten Biographie Schillers (bei Cotta), deren erster Band 1899 abgeschlossen wurde. Im Jahre 1898 veröffentlichte er die ästhetisch-kritische und sozialethische Studie „Christian Wagner, der Bauer und Dichter zu Warmbronn“; gleichzeitig entstand ein „Abriss einer Geschichte der Seelenwanderungslehre“.


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Dieses Kapitel ist Teil des Buches Das literarische München
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