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2 Bände: Auswanderung nach Amerika im Jahre 1822, und die Rückkehr in die Heimat im Jahre 1825 von Jonas Heinrich Gudehus.
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Jüdische Sprichwörter, Kordilleren, Gold, Balkan, Momonen, Propellerinsel, Südstern, Mormonen USA, Martin Wieland
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August Neidhardt von Gneisenau (1760-1831) war preußischer Generalfeldmarschall und Heeresreformer. Die Sammlung seiner Briefe im Kriegsjahr 1813 bietet Einblick. Als Blüchers Stabschef hatte er wesentlichen Anteil am Sieg bei Waterloo.
August Neidhardt von Gneisenau (1760-1831) war preußischer Generalfeldmarschall und Heeresreformer. Die Sammlung seiner Briefe im Kriegsjahr 1813 bietet Einblick. Als Blüchers Stabschef hatte er wesentlichen Anteil am Sieg bei Waterloo.

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Abschnitt 2 - Zehdenick, Freiherr von Hertefeld, Liebenberg, Templin, Hasleben, Auferweckung des Lazarus, Löcknitz, 1795, Morgenschlummer.
Vorbericht und Brief 1 – Prenzlau
Auf dem Wege von Oranienburg bis Zehdenick wird die Einförmigkeit der dürren Landschaft durch das schöne, dem Freiherrn von Hertefeld gehörende, Liebenberg unterbrochen. Der Mond ging über einem See, neben dem wir fuhren, so freundlich auf, wie es bei seiner jetzigen Sichelgestalt irgend möglich ist. Im Westen strahlte Jupiter majestätisch. Aus dem dunklen Gewölbe des Himmels traten die Sterne, nach ihrer strengen Rangordnung, immer zahlreicher hervor. Die Luft war milde und still. Mich dünkte, als fühlte ichs, daß ein guter Teil meiner Unbehaglichkeit gerade an dieser Stelle von mir Abschied nahm.
Nach Templin kamen wir bald nach Tagesanbruch, und ich musste von zwei Unhöflichkeiten eine begehn; entweder die Familie des Herrn Inspektors unbegrüßt zu lassen, oder sie im süßen Morgenschlaf zu stören. Ich entschloss mich unbedenklich zur letztern, und brachte etliche recht frohe Stunden in dem Kreise unserer Freunde zu. Außer der Kirche, die recht schön ausgebaut ist, hat sich in der Stadt, seitdem Du sie gesehen hast, nichts verändert. Die Straßen sind noch so gerade, der Markt noch so regelmäßig, die Einwohner noch so geschäftig, ohne reich zu werden, wie vor vier Jahren; und von den Tempelherren, die ehemals ihr Wesen hier getrieben haben sollen, konnte ich jetzt eben so wenig eine Spur, als damals, entdecken. Hinter dem Dorfe Hasleben, zwei Meilen von Templin, kamen wir in einen Buchen- und Eichenwald, der durch dichtgesäte Tannen- und Eichenbäume, durch anmutige Täler und abwechselnde Anhöhen ungemein verschönert wird. Er gehört der Stadt Prenzlau, und wird mit weiser Haushaltungskunst geschont. Ein solcher Anblick war uns nötig, um unserer Geduld eine Krücke zu geben. Die Hitze war fast unerträglich, und unsere Postpferde waren so schlecht, daß wir sie in einem Dorfe gegen Bauerpferde vertauschen mussten. Darüber kamen wir erst gegen Abend nach Prenzlau, und ich konnte von dieser ansehnlichen Stadt nichts weiter sehn, als was sich mir bei einem kurzen Spaziergange durch die Straßen darbot. Ehe es anfing dunkel zu werden, ließ ich mir noch die Hauptkirche zu St. Marien aufschließen, die wegen ihrer Größe und gotischen Schönheit meine Aufmerksamkeit an sich zog. Ein Gemälde von unserem B. Rode hat den bekannten Wert der Arbeiten dieses unermüdeten Künstlers. Es stellt die Auferweckung des Lazarus vor, und dient einem achtbaren Bürger (Namens Nobeling) zum Denkmahl. Die übrigen Gemälde und Grabsteine sind nicht des Erwähnens wert. Der Altar ist mit Figuren verziert, die von Teig gemacht und zum Teil tüchtig vergoldet sind. Der Tradition zufolge, die mir der Küster mitteilte, ist die Arbeit in Lübeck gemacht, und soll 1.800 Gulden gekostet haben. Mühe und Goldschaum hat der ehrliche Verfertiger genug daran gewendet, und wahrscheinlich hat er sogar von Kunst gesprochenen.
Löcknitz, den 22. Jul. 1795
Bis hierher fuhren wir die Nacht hindurch, und wurden dicht vor dem Dorfe aus unserm Morgenschlummer sehr angenehm durch die Empfindsamkeit unseres Postknechts geweckt. Neben dem Amtshause steht ein Turm mit einem Gemäuer von antikem Ansehen. Diesem gegenüber hielt der Ehrenmann still, und blies ein hübsches Stückchen auf seinem Horn. Von dem Gemäuer her wiederholte das Echo jeden Satz seines Stückchens vollständig und deutlich. Er wechselte mit kürzeren und längeren Abschnitten, und beobachtete die Zeit, welche der Wiederhall nötig hatte, so richtig, daß wir die seltene Schönheit dieses Echos ganz genossen. Vorzüglich freute michs, daß er bei dem allen kein Wort sprach, um sich unseres Beifalls zu versichern; sondern sich seinem Gefühle, und uns dem unsrigen überließ. Auch beobachtete er eine gewisse Steigerung, die mich überzeugte, daß er viele Versuche angestellt haben müsse, ehe er sich selbst genug tat; und nach etlichen Minuten fuhr er schweigend und langsam der aufgehenden Sonne entgegen. Als wir ihm beim Abschiede sein Trinkgeld für diese Szene erhöhten, sagte er mit einem zufriedenen Lächeln: „ja, es ist ein herrliches Echo!“
