14. April 2009
Major Ferdinand von Schill: Deserteur oder Nationalheld?
Wer aufmerksam durch Stralsunds Fährstraße läuft, dem stockt gewiss der Fuß vor einem eingelassenen Gedenkstein. Goldene Lettern auf grauem Granit. Ein Name "Schill", darunter "† 31. Mai. 1809". Allein die schlichten Informationen beschwören Geschichte herauf: die Franzosenzeit und die Befreiungskriege. Man steht exakt an der Stelle, wo Major Schill, von Säbelhieb und Gewehrkugel tödlich getroffen, gefallen ist. In diesem Jahr jährt sich sein Todestag zum 200. Mal. Was hat den Mann ausgezeichnet, dass sich seiner erinnert wird, dass ihm Denkmale errichtet worden sind? Dass die Stralsunder Schützencompagnie an jedem zweiten Septemberwochenende (seit 2005) das Gefecht um die Festung Stralsund nachgestaltet? Schill war glühender Patriot, rüstete aus eigenen Mitteln ein Freicorps aus, wurde vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. hochdekoriert. Seine Selbstüberschätzung und Unduldsamkeit wurde ihm jedoch zum Verhängnis. Er starb als Deserteur, sein Vermögen fiel dem preußischen Staat zu. Und doch setzte er mit seiner Unduldsamkeit, seinem Aufbegehren gegen Napoleon und eigene Vorgesetzte ein Zeichen, das unter seinen Zeitgenossen stark wirkte. Erst spätere Generationen errichteten Major Schill zu Ehren Denkmale. Auf seinem Grabstein auf dem St.-Jürgen Friedhof steht seit 1862 Bezeichnendes zu lesen: "Großes gewollt zu haben ist groß".
Ausgewählte Kapitel zu Ferdinand von Schill in "Napoleon and the Queen of Prussia" von Luise Mühlbach (1814-1873):
CHAPTER I. - Ferdinand von Schill.
CHAPTER XLVII. - Schill takes the field.
CHAPTER XLVIII. - Schill's death.
Major Ferdinand von Schill: Deserteur oder Nationalheld?
Wer aufmerksam durch Stralsunds Fährstraße läuft, dem stockt gewiss der Fuß vor einem eingelassenen Gedenkstein. Goldene Lettern auf grauem Granit. Ein Name "Schill", darunter "† 31. Mai. 1809". Allein die schlichten Informationen beschwören Geschichte herauf: die Franzosenzeit und die Befreiungskriege. Man steht exakt an der Stelle, wo Major Schill, von Säbelhieb und Gewehrkugel tödlich getroffen, gefallen ist. In diesem Jahr jährt sich sein Todestag zum 200. Mal. Was hat den Mann ausgezeichnet, dass sich seiner erinnert wird, dass ihm Denkmale errichtet worden sind? Dass die Stralsunder Schützencompagnie an jedem zweiten Septemberwochenende (seit 2005) das Gefecht um die Festung Stralsund nachgestaltet? Schill war glühender Patriot, rüstete aus eigenen Mitteln ein Freicorps aus, wurde vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. hochdekoriert. Seine Selbstüberschätzung und Unduldsamkeit wurde ihm jedoch zum Verhängnis. Er starb als Deserteur, sein Vermögen fiel dem preußischen Staat zu. Und doch setzte er mit seiner Unduldsamkeit, seinem Aufbegehren gegen Napoleon und eigene Vorgesetzte ein Zeichen, das unter seinen Zeitgenossen stark wirkte. Erst spätere Generationen errichteten Major Schill zu Ehren Denkmale. Auf seinem Grabstein auf dem St.-Jürgen Friedhof steht seit 1862 Bezeichnendes zu lesen: "Großes gewollt zu haben ist groß".
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