Kriegsbriefe deutscher und österreichischer Juden 1914-1918



Autor: Tannenbaum, Eugen Dr. (1890-1936)
Erscheinungsjahr: 1915

Diese Seite empfehlen:



Inhaltsverzeichnis
    Vorwort.
  1. Abschied.
  2. Die doppelte Pflicht.
  3. Soldatenbewirtung in Galizien.
  4. Die Feuertaufe.
  5. Ein Fahnenschwur.
  6. Rekrutenleben.
  7. Der Pope als Verräter.
  8. Ein entschlossener Zugführer.
  9. Begegnung.
  10. Freiwillige vor!
  11. Gerettete Munitionswagen.
  12. Verleihung des Eisernen Kreuzes am Neujahrstag.
  13. Liebesgaben.
  14. Stammesgenossen.
  15. Jüdisches Familienleben in Feindesland.
  16. Rauschhaschonoh in der Schlacht.
  17. In einer jüdischen Stadt.
  18. Aus Serbien.
  19. „DO IS ER, DER JID . . .“
  20. Gesetzestreue im Feld.
  21. Bestattung eines jüdischen Kameraden in Bosnien.
  22. Metz in Kriegszeiten.
  23. Rauschhaschonoh im Kanonendonner
  24. Kol Nidre vor Antwerpen.
  25. Von der Kirche zum Schützengraben. – „Hé, Camarade, voilä bum bum.“
  26. Jüdischer Gottesdienst mit Regimentsmusik.
  27. In englischer Kriegsgefangenschaft.
  28. Ein verfrühtes Versöhnungsfest.
  29. Sukkaus in der Front.
  30. Ein Schabbosgruss.
  31. Aufgaben des jüdischen Feldgeistlichen.
  32. Das einende Band.
  33. Das religiöse Rückgrat.
  34. Misshandlungen der Juden im russischen Heer.
  35. Sohnesliebe.
  36. Das eiserne Kreuz erster Klasse.


Vorwort.

Der Brief aus dem Feld ist Bringer ungezählter Schicksale geworden. Mag er auh um Wochen und Monate zurückdatiert sein, so trägt er doch den Stempel des Erlebten, ist irgendwie Ausdruck des großen Geschehens, Geschichte in anschaulichfler Sorm. Selbst wenn die Menschen, die sie geschrieben haben, uns unbekannt sind, — der Reiz ihrer Schilderungen ist darum nicht geringer. Im Gegenteil. Je enger der Kreis ist, an den sich der Schreiber wendet, um so mehr ergreift das Schicksal, das in Worte gepresst ist, gerade als Ausdruck des Persönlichsten.

Aus allen Briefen, die die vorliegende Sammlung vereint, spricht der Geist des althebräischen Gebetes, in dem der fromme Jude Gott preist, dass er ihn diese Zeit habe erleben lassen. Es sind Zeugnisse von Helden, die in einem heiligen Kampf stehen.

Maßgebend für die Aufnahme war das ausgesprochene Verhältnis des Schreibers zum Judentum, gleichviel welcher Richtung er angehört. So wurden die ungelenken Zeilen des Kleinstadtjuden ebenso wenig verschmäht wie die Aufzeichnungen des Intellektuellen. Der Vertreter des liberalen Judentums kam genau so zu Wort wie der Anhänger der überlieferten Lehre. Und neben Äußerungen des Zionisten stehen die des deutschen Staatsbürgers jüdischen Glaubens.

Die hier wiedergegebenen Briefe sind zum großen Teil bisher noch nicht veröffentlicht und wurden, soweit es militärische und private Rücksichten zuließen, möglichst ungekürzt zum Abdruck gebracht. Die übrigen sind mit gütiger Erlaubnis der Verleger folgenden Blättern entnommen: Allgemeine Zeitung des Judentums, Dr. Blodis österreichische Wochenschrift, Gemeindeblatt der jüdischen Gemeinde Berlin, Im Deutschen Reich, Israelit, Israelitisches Familienblatt, Hamburg, Jüdische Rundschau. Es ist unmöglich, allen Spendern von Originalbriefen hier noch einmal namentlich zu danken. Besonders zu Dank verpflichtet bin ich dem Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, der Chewras limmud tauroh, Köln, der Jüdischen Turnerschaft, Berlin.

Den im Text wiederkehrenden hebräischen Ausdrücken wurde die in Deutschland allgemein übliche Aussprache des Hebräischen zugrunde gelegt, die hebräisch geschriebenen Worte sind jedesmal in eckiger Klammer transskribiert. Eine Erläuterung dieser sowie anderer Äusdrücke aus dem jüdischen Leben findet der Leser in einem alphabetischen Verzeichnis am Schluss des Buches.

Berlin, im April 1915.

Dr. Eugen Tannenbaum

Anlandung eines schweren Maschinengewehrs.
Anlandung eines schweren Maschinengewehrs.

Die Artillerie wird übergesetzt.
Die Artillerie wird übergesetzt.

Auf Beobachtungsposten.
Auf Beobachtungsposten.

Durch Scharfschützen verwundete Soldaten.
Durch Scharfschützen verwundete Soldaten.

Grabenkampf.
Grabenkampf.

Fliegerangriff auf ein Erdziel.
Fliegerangriff auf ein Erdziel.

Tieffliegerangriff.
Tieffliegerangriff.

Kampfpause.
Kampfpause.



Bücher, Kapitel und Auszüge bei Lexikus.de finden


Aus unserem Verlagsprogramm

Glückliche Jahre Glückliche Jahre
Ernste und heitere, und vor allem wirklich erlebte Geschichten lassen das Bild einer glücklichen Kindheit entstehen – unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkrieges.


Aus unserem Verlagsprogramm

Wie ich meine Jugend überlebte - Fenske Wie ich meine Jugend überlebte
Max Olgart ist 13, als er 1946 vom russischen Militärtribunal zu zehn Jahren Haft wegen angeblich "organisiertem Kampf gegen die Sowjetunion" verurteilt wird.


Aus unserem Verlagsprogramm

Die Ohne-Worte-Sprache Die Ohne-Worte-Sprache
Die Bewältigung des schwierigsten aller Wege ‒ der schonungslos ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Ich.


Aus unserem Verlagsprogramm

Ich bin der Franz Ich bin der Franz
Die Verwandlung eines niederbayrischen Urviehs vom Pauschaltouristen zum Travel-Maniac.


Aus unserem Verlagsprogramm

Mecklenburg - Wege eines Landes Mecklenburg. Wege eines Landes
Eine Landeskunde des mecklen-burgischen Landesteils des neuen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern


Aus unserem Verlagsprogramm

Panzer, Schutt und Algebra Panzer, Schutt und Algebra
Ein anrührendes Buch über die Geschichte eines Siebzehnjährigen der als Flakhelfer und später in Hitlers letztem Aufgebot an der Front diente.


Aus unserem Verlagsprogramm

Blätter im Wind Blätter im Wind
Elke Lindner ist fort von der geliebten Heimat, den geliebten Menschen, fort von allem Vertrauten. Sie glaubt, ihre Jugend habe nur einen Sommer lang gewährt, einen unvergessenen Sommer am Inselsee.


Aus unserem Verlagsprogramm

Endstation Stadtpark Endstation Stadtpark
Auf einer Parkbank vertraut Erwin Rathloff einer Zufalls-bekanntschaft die Geschichte seines Lebens an. Erfahrungen eines Menschenalters in unterhaltsamen, aber auch nachdenklichen Erzählungen.

Historische Romane von Carola Herbst