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über Lexikus
Die Frauenfrage: ihre geschichtliche Entwicklung und wirtschaftliche Seite
Autor: Braun, Lily (1865-1916)
Erscheinungsjahr: 1901
Inhaltsverzeichnis
- Die Entwicklung der Frauenfrage bis zum 19. Jahrhundert.
- Die Frauenfrage im Altertum
- Das Christentum und die Frauen
- Die wirtschaftliche Lage der Frauen
- Die Stellung der Frauen im Geistesleben
- Die Frauen im Zeitalter der Revolution
- Die wirtschaftliche Seite der Frauenfrage.
- Der Kampf um Arbeit in der bürgerlichen Frauenwelt
- Die treibenden Kräfte der bürgerlichen Frauenbewegung
- Die bürgerliche Berufsthätigkeit von prinzipiellen Gesichtspunkten
- Die Entwicklung der proletarischen Frauenarbeit
- Die Statistik der proletarischen Frauenarbeit nach den letzten Zählungen
- Die Lage der Arbeiterinnen in der Gegenwart
- Die Großindustrie: Die Löhne der Fabrikarbeiterinnen.
- Hausindustrie und Heimarbeit: Die Textil-Hausindustrie.
- Der Handel: Die Löhne der Verkäuferinnen.
- Die Landwirtschaft: Die Gliederung der ländlichen Arbeiterschaft.
- Der häusliche und der persönliche Dienst: Dienstbotenlöhne.
- Die Arbeiterinnenbewegung - ein Bestandteil der Arbeiterbewegung.
- Die Bürgerliche Frauenbewegung Und Ihre Stellung Zur Arbeiterinnenfrage.
- Die Sozialpolitische Gesetzgebung Und Ihre Aufgaben
- Anmerkungen
Vorwort.
Vorwort.
Auf Grund vieljähriger Arbeit habe ich den Versuch unternommen, die Frauenfrage in ihrem ganzen Umfang einer Darstellung zu unterziehen. Meinen Ausgangspunkt bezeichnet das für ihr Verständnis entscheidende Moment der wirtschaftlichen Lage der Frau. Von welcher Seite man auch das weitverzweigte Problem betrachte, die realen Existenzbedingungen des weiblichen Geschlechts innerhalb der Gesellschaft bilden für die Vergangenheit wie für die Gegenwart den orientierenden Ariadnefaden, ohne den das Urteil fehl gehen muss. Nur indem man die ökonomischen Thatsachen nach der ihnen zukommenden Bedeutung wertet, erschließt sich der Zusammenhang der Frauenfrage mit der sozialen Frage, deren integrierender Bestandteil sie ist.
Mein Buch giebt zunächst eine gedrängte Geschichte der Entwicklung der Frauenfrage und der Frauenbewegung von den ältesten Zeiten bis zum 19. Jahrhundert. In eingehender Darstellung behandelt es sodann die wirtschaftliche Seite der Frauenfrage, schildert die ökonomische Lage der Frau in den wichtigsten Kulturländern, bespricht die sozialpolitische Gesetzgebung, kritisiert sie, stellt die Grenzen ihres Einflusses fest und wirft einen Ausblick auf die Bedingungen, unter denen eine organische Lösung der Frauenfrage möglich ist.
Dem vorliegenden Band, der ein in sich abgeschlossenes Ganzes bildet, wird ein zweiter folgen, der die zivilrechtliche und öffentlichrechtliche Stellung der Frau, die psychologische und ethische Seite der Frauenfrage zum Gegenstand hat.
Wie weit mir die Aufgabe gelungen ist, steht dahin, und wird sachkundige Kritik entscheiden. Eines aber darf ich geltend machen: daß die Darstellung auf einem umfassenden Studium der Litteratur, insbesondere auch, soweit es sich um die Ermittelung der thatsächlichen Zustände handelt, auf der Benutzung der amtlichen Statistiken, staatlichen wie privaten Enqueten, kurz so weit als möglich auf quellenmäßigen Untersuchungen beruht.
Berlin, Oktober 1901.
Lily Braun.
Biografie zu Lily Braun
Auf Grund vieljähriger Arbeit habe ich den Versuch unternommen, die Frauenfrage in ihrem ganzen Umfang einer Darstellung zu unterziehen. Meinen Ausgangspunkt bezeichnet das für ihr Verständnis entscheidende Moment der wirtschaftlichen Lage der Frau. Von welcher Seite man auch das weitverzweigte Problem betrachte, die realen Existenzbedingungen des weiblichen Geschlechts innerhalb der Gesellschaft bilden für die Vergangenheit wie für die Gegenwart den orientierenden Ariadnefaden, ohne den das Urteil fehl gehen muss. Nur indem man die ökonomischen Thatsachen nach der ihnen zukommenden Bedeutung wertet, erschließt sich der Zusammenhang der Frauenfrage mit der sozialen Frage, deren integrierender Bestandteil sie ist.
Mein Buch giebt zunächst eine gedrängte Geschichte der Entwicklung der Frauenfrage und der Frauenbewegung von den ältesten Zeiten bis zum 19. Jahrhundert. In eingehender Darstellung behandelt es sodann die wirtschaftliche Seite der Frauenfrage, schildert die ökonomische Lage der Frau in den wichtigsten Kulturländern, bespricht die sozialpolitische Gesetzgebung, kritisiert sie, stellt die Grenzen ihres Einflusses fest und wirft einen Ausblick auf die Bedingungen, unter denen eine organische Lösung der Frauenfrage möglich ist.
Dem vorliegenden Band, der ein in sich abgeschlossenes Ganzes bildet, wird ein zweiter folgen, der die zivilrechtliche und öffentlichrechtliche Stellung der Frau, die psychologische und ethische Seite der Frauenfrage zum Gegenstand hat.
Wie weit mir die Aufgabe gelungen ist, steht dahin, und wird sachkundige Kritik entscheiden. Eines aber darf ich geltend machen: daß die Darstellung auf einem umfassenden Studium der Litteratur, insbesondere auch, soweit es sich um die Ermittelung der thatsächlichen Zustände handelt, auf der Benutzung der amtlichen Statistiken, staatlichen wie privaten Enqueten, kurz so weit als möglich auf quellenmäßigen Untersuchungen beruht.
Berlin, Oktober 1901.
Lily Braun.
Biografie zu Lily Braun
