Rolle und Bedeutung berühmter Frauen


Berühmte Frauen der Weltgeschichte



Autor: Aretz, Gertrude (1889-1938)
Erscheinungsjahr: 1940



Inhaltsverzeichnis
  1. Kapitel 1 - Liselotte von der Pfalz Herzogin von Orléans
    1. 1. Das Elternhaus
    2. 2. Die Braut
    3. 3. Am Hofe Ludwigs XIV.
    4. 4. Die Ehe
    5. 5. Intrigen
  2. Kapitel 2 - Die Marquise von Pompadour
    1. Kurzbiographie - Aufstieg, Fall und Untergang
  3. Kapitel 3 - Katharina II. - Sie ist das grösste weibliche Genie, das je auf einem Throne sass.
    1. 1. Prinzessin und Braut
    2. 2. Die Großfürstin
    3. 3. 5. Januar 1762 - Der Tod der Zarin Elisabeth
    4. 4. 8. Juli 1762 - Revolution
    5. 5. Die Kaiserin
    6. 6. 18. Juli 1762 - Tod Peter III.
    7. 7. Die Staatsmännin
    8. 8. Die Politikerin
    9. 9. Die Leidenschaftliche
    10. 10. Die Geistreiche
    11. 11. Literatur und deren Schöpfer
    12. 12. Das Privatleben
      1. 1. Eine späte Liebe und Leidenschaft
    13. 13. Das Ende einer großen Frau und Kaiserin
  4. Lady Hamilton
  5. Letizia Bonaparte
    1. Die Kaisermutter
    2. Die Schwiegermutter
    3. Mutter und Sohn
    4. Freiwillige Verbannung und Ende
  6. Der Stern Juliette Récamier.
  7. Germaine von Staël-Holstein
  8. Königin Luise von Preußen
  9. Lola Montez
  10. Kaiserin Elisabeth von Österreich

Verschlagwortung

Berühmte Frauen, Österreich, Liselotte von der Pfalz, Elisabeth von Österreich, Madame de Pompadour, Katharina II. von Russland, Lady Hamilton, Letizia Bonaparte, Julie Recamier, Anne Louise Germaine de Staël, Luise von Preußen, Lola Montez



Collage der in diesem Werk genannten berühmten Frauen


Leseprobe aus Kapitel 6 - Juliette Récamier

Unter den berühmten Frauen des Direktoriums, des Konsulats, des Kaiserreichs und der Restauration ist vor allem eine zu nennen, deren Namen die ganze Welt kennt, obwohl man eigentlich nur von ihr sagen kann, dass sie sehr schön war: Juliette Récamier. Sie hat weder eine ausschlaggebende politische Rolle gespielt, noch als Schriftstellerin, Schauspielerin oder auf irgendeinem anderen Gebiete Erfolge davongetragen. Und doch gilt sie als die Repräsentantin einer grossen Epoche. Sie hat die bedeutendsten Männer ihrer Zeit begeistert und von ihrem Salon aus Einfluss auf alle wichtigen Fragen der Politik, der Gesellschaft, der Kunst, der Literatur und des Geschmacks genommen.

Juliette Récamier, geborene Bernard, wurde im Jahre 1777 als Tochter eines Bankiers in Lyon geboren. Ihr Vater liess sich 1784 unter der Protektion des Finanzministers Calonne in Paris nieder und gewann durch glückliche Finanztransaktionen ein beträchtliches Vermögen. 1793 heiratete sie den Bankier Récamier. Fünf Jahre später erwarb ihr Gatte vom Finanzminister Necker dessen Palais, wodurch Juliette die Tochter Neckers, Madame de Staël, kennenlernte. Aus dieser Bekanntschaft entwickelte sich eine Freundschaft, die bis zum Tode der Staël dauerte. Unter dem Konsulat begannen die Récamiers eine bedeutende Rolle zu spielen. Angehörige der alten Aristokratie, wie Adrien und Mathieu de Montmorency, bemühten sich ebenso um ihre Freundschaft wie die neu emporkommende Gesellschaft, in erster Linie Männer wie Lucien Bonaparte, General Moreau, General Bernadotte.

Als das Kaiserreich errichtet wurde, versuchte der Polizeiminister Fouché, die Récamiers für den neuen Hof zu gewinnen. Er bot Juliette an, Ehrendame am Hofe Napoleons zu werden. Juliette Récamier lehnte jedoch ab und geriet nach und nach in den Kreis der Opposition, die sich um Frau von Staël geschart hatte. Als ihr Gatte grosse finanzielle Verluste erlitt, zog sie sich eine Zeitlang auf das Schloss ihrer Freundin nach Coppet zurück. Dort lernte sie den Prinzen August von Preussen kennen, der sich sterblich in sie verliebte. Eine Zeitlang trug sie sich mit der Absicht, diesen Neffen des Grossen Friedrich zu heiraten. Dieser Plan kam nicht zustande, obwohl ihr Gatte sich mit der Scheidung einverstanden erklärte. Als Napoleon sie ebenso wie Madame de Staël aus Paris verbannte, lebte sie eine Zeitlang bei der Familie ihres Gatten. In den folgenden Jahren band sie sich eng an Benjamin Constant, dann an Chateaubriand. Sie war die Frau, die den Männern Hoffnungen machte, diese aber nie erfüllte. Bittere Streitigkeiten waren oft die Folge dieser Taktik, die bei einer schönen und liebenswürdigen Frau unerklärlich erscheint. Schon zu ihrer Zeit hatte man versucht, dieses rätselhafte Verhalten aufzuklären. Es wurde behauptet, dass ein physischer Mangel sie verhindere, wirklich Weib zu sein. Um diese Frau, deren Schönheit so viele Männer begeisterte, ist viel gelitten worden. Juliette Récamier starb im Jahre 1846 an der Cholera. ..

weiter unter Kapiel 6 - Juliette Récamier.


Weiterführende Inhalte zum Thema:

Welche heute als selbstverständlich geltenden Grundsätze Frauen in der Geschichte erkämpfen mussten, kann man in diesem Dokument einsehen.

Liselotte von der Pfalz Herzogin von Orléans
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Die Marquise von Pompadour
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Lady Hamilton
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Letizia Bonaparte
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Juliette Récamier
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Germaine von Staël-Holstein
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Lola Montez
Lola Montez

Königin Luise von Preußen
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Katharina II. Kaiserin von Russland (2)
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Kaiserin Elisabeth von Österreich
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